Helmut Oehring – vom Autodidakt zum Träger des „Arnold-Schönberg-Preis“

- Helmut Oehring (Foto: Fichtner (MOZ))
Mit 25 Jahren brachte sich Helmut Oehring selbst das Notenlesen bei – 22 Jahre später zählt er mit mehr als 160 Werken zu einem der bedeutendsten Komponisten der Neuen Musik. Dieses Schaffen wurde am 11. Oktober in Berlin mit dem „Arnold-Schönberg-Preis 2008“ gewürdigt.
Helmut Oehring und die Musik – diese Verbindung wurde dem 1961 in Ost-Berlin geborenen Komponisten nicht in die Wiege gelegt: Als Kind gehörloser Eltern bedeutete für ihn Musik mehr als nur komponierte Noten. Er verbindet in seiner musikalischen Welt die Beziehungen von Klängen, Worten, Bewegung und Raum zu einem Gesamten – und zieht dabei auch die Gebärdensprache für Gehörlose mit ein. Dieses Schaffen hob Ernst Elitz, Intendant des Deutschlandradio, in seiner Laudatio auf den diesjährigen Preisträger hervor.
Oehrings Werke – Solowerke, Kammermusik, Orchesterwerke, Opern, Liederzyklen, Musiktheater, Filmmusik, Hörspiele und Musikvideos – sorgen durch ihre individuelle musikalische Sprache bei den weltweit führenden Festivals für Neue Musik, darunter die Münchner Biennale, die Biennale Venedig oder ›Wien Modern‹ für Furore.
Der „Arnold-Schönberg-Preis“, ein Gemeinschaftspreis von Deutschlandradio Kultur, dem Arnold Schönberg Center Wien und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, wurde in diesem Jahr zum 5. Mal vergeben. Die Verleihung fand im Rahmen eines Konzerts in der Berliner Philharmonie statt, bei der Oehrings Werk ›Goya II. Yo lo vi - Memoratorium‹ für Knabensopran, Soli, Chor, Elektronik und Orchester uraufgeführt wurde.
www.helmutoehring.de
Website des Deutschlandradio Kultur