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CISAC Bericht 2017: Urhebertantiemen erreichen weltweit Rekordhöhe von 9,2 Mrd. Euro

Die im Dachverband CISAC zusammengeschlossenen Urheberrechtsgesellschaften konnten weltweit ihre Leistungsfähigkeit verbessern und ein Rekordergebnis für die Urheber erzielen.

Der Dachverband für Urheberrechtsgesellschaften CISAC (Confédération Internationale des Sociétés d'Auteurs et Compositeurs) veröffentlichte heute seinen Bericht für das Jahr 2016. Der CISAC Global Collections Report umfasst Daten von Urheberrechtsgesellschaften aus 123 Ländern. Die im Report analysierten Länder erzielten weltweit einen Jahresumsatz von 9,2 Mrd. Euro.  und konnten so die Einnahmen für die Urheber um mehr als 6% zum Vorjahr steigern.

Auch der Musikbereich entwickelte sich positiv. Im Jahr 2016 konnten die Tantiemen für Komponisten, Textdichter und Verleger von musikalischen Werken weltweit um 6,8%  auf 8 Mrd. Euro erhöht werden. Im Bereich der Onlinenutzungen  stiegen die Einnahmen um 52%.  Diese Zunahme basiert weitgehend auf Streaming-Abonnement-Diensten.  Mit einem Betrag von 948 Mio. Euro macht der digitale Bereich jedoch nur 10,4% des weltweiten Einkommens aus, vor allem aufgrund der niedrigen Erlöse der Video-Streamingplattformen mit  nutzergenerierten Inhalten.

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA: „Die Zahlen des CISAC-Berichts zeigen, dass sich der Musikmarkt weltweit dynamisch entwickelt. Doch sowohl international, als auch in Deutschland selbst, spiegelt sich das Nutzerverhalten im Online-Bereich nicht in angemessener Form in den Einnahmen der Urheber wider. Ziel der GEMA bleibt es, eine angemessene Beteiligung der Urheber an der Wertschöpfung im Internet sicherzustellen und dadurch die als „Value Gap“ bezeichnete Schieflage zulasten der Urheber zu beseitigen.“

Jean-Michel Jarre, CISAC Präsident und Vorreiter der elektronischen Musik:  „Trotz des Zuwachses ist das Tantiemeninkasso jedoch weit von dem Niveau entfernt, auf welchem es sein sollte.  Große Industriefirmen, welche kreative Inhalte nutzen, drücken den Wert unserer Werke nach unten. Eine einfache Darstellung dieses Sachverhalts ist der sog. Transfer of  Value im Digitalmarkt. Plattformen wie z.B. YouTube lassen den Urhebern nur Brosamen zukommen. Daher gibt es keine höhere Priorität als die Regierungen dazu aufzufordern diesen Wertetransfers zu beseitigen.“

Über die CISAC
CISAC – die Internationale Konföderation von Urheberrechtsgesellschaften  – ist das weltweit führende Netzwerk an Urheberrechtsgesellschaften (auch als Verwertungsgesellschaften bezeichnet).  Mit 239 Mitgliedergesellschaften in 121 Ländern vertritt CISAC mehr als vier Mio. Urheber aus sämtlichen geographischen Regionen und künstlerischen Repertoires, inkl. Musik, Audiovision, Drama, Literatur und bildender Künste. Die CISAC-Präsidentschaft hält der Elektromusik-Vorreiter, Jean-Michel Jarre, inne. Die Vizepräsidentschaft besteht aus: Der Sängerin aus dem Benin, Angélique Kidjo, dem argentinischen Filmregisseur, Marcelo Piñeyro, dem spanischen bildenden Künstler, Miquel Barceló und dem chinesischen Filmregisseur, Drehbuchautoren und Produzenten Jia Zhang-ke. CISAC schützt die Rechte und vertritt die Interessen von Urhebern auf der ganzen Welt. Die gemeinnützige, nicht-behördliche Organisation, gegründet im Jahr 1926, hat ihren Hauptsitz in Frankreich und ihre regionalen Niederlassungen in Afrika (Burkina Faso), Lateinamerika (Chile), Asien-Pazifik-Raum (China) und Europa (Ungarn).

Pressekontakt

Adrian Strain
CISAC Kommunikationsdirektor E-Mail: adrianstrain@cisac.org