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Newsletter 01.02.2017

Das GEMA-Ehrenmitglied Jo Plée verstarb am 24. Dezember im Alter von 93 Jahren

Geboren 1923 in Ortelsburg in Ostpreußen, studierte Jo Plée am Städtischen (ehemals Stern’schen) Konservatorium Berlin. Als Bearbeiter für Orchester war er für unterschiedlichste Besetzungen tätig. Seiner Feder entsprangen Werke wie „Berg- und Talbahn“ (1955), „Raketenfahrt“ (1958), „Wenn der Tag zu Ende geht“ (1970) oder „Kurschattenball“ (1982). Erfolge feierte Jo Plée mit zahlreichen Titeln der Unterhaltungs-, Tanz- und Pop-Musik, wie „Bei uns zuhaus“ (Tony Marshall), „Mein Sommertraum“ (Andrea Jürgens) oder „Die weißen Tauben sind müde“ (Hans Hartz). Er arbeitete mit Künstlern von Chris Andrews über Howard Carpendale oder Freddy Quinn bis hin zu Juliane Werding. Seit 1947 war Jo Plée, der sich neben seinen eigenen musikalischen Tätigkeiten immer für das Wohl der Musik-Bearbeiter einsetzte, GEMA-Mitglied. Bis 2011 engagierte er sich 20 Jahre lang als Mitglied in der Schätzungskommission der Bearbeiter. Zu seinen Verdiensten um die Interessen der Musik-Bearbeiter gehörte auch die Einführung des Schätzungsverfahrens für Spezialbearbeiter bei der GEMA. Zudem war er 22 Jahre lang Präsident der Vereinigung Deutscher Musik-Bearbeiter, zu deren Gründungsmitgliedern er im Jahr 1950 auch gehörte. Seit 2009 war der Berliner GEMA-Ehrenmitglied.