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„Dialekt spiegelt ja doch irgendwie das Heimatgefühl wider“

Der Tag der Musik nimmt in diesem Jahr die Musikschaffenden im ländlichen Raum in den Blick. Wir haben uns mit der bayerischen Band Woas Mas? über „Musik aus der Heimat“ und ihre Bedeutung für das textdichterische Arbeiten unterhalten.

Wieso singt Ihr auf Bayerisch und nicht auf Hochdeutsch?
Wir finden, dass durch den bayerischen Dialekt unsere Texte einfach besser rüberkommen. Dialekt spiegelt ja doch irgendwie das Heimatgefühl wider und wir können so die bayerische Sympathie und Mentalität den Leuten einfach besser vermitteln. Das würde uns auf Hochdeutsch nicht gelingen.

Wie prägt Eure Heimat Eure Songtexte?
Sehr sogar. Wir sagen immer: Wir leben dort, wo andere Urlaub machen. Das prägt unsere Musik und die Arbeit daran. Zum Beispiel sind zwei Songs unseres neuen Albums „schneidafrei“ auf einer Alm entstanden. Wir haben uns ein ganzes Wochenende in einer Almhütte verschanzt und an den Texten gearbeitet. ‚Dahoam‘ kann man sich so wunderbar von den Bergen inspirieren lassen.

Bayerische Bands und Singer/Songwriter stehen gerade hoch im Kurs. Was sagt Ihr zur „Neuen Bayerischen Welle“?
Wir sind der Meinung, dass es eigentlich diesen Hype schon immer gegeben hat. Denkt man nur an Musiker wie Hubert von Goisern, STS, die Spider Murphy Gang. Eine schöne Tradition, an die wir gerne anknüpfen.

Habt Ihr Vorbilder? Woher bekommt Ihr Eure Inspiration?
Vorbilder haben wir auf jeden Fall – vor allem die „alten Hasen“ der bayerischen Welle. Dennoch haben wir alle kunterbunt gemischte Musikstile und sind nicht auf ein Genre abonniert. Das macht unsere Songs auch ein bisschen aus, so dass es nicht langweilig wird für den Zuhörer. Das Allerschlimmste für uns wäre, wenn ein Lied unseres Albums genauso klingen würde, wie die elf anderen darauf.“

Interview: Christina Zander