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Die Konferenz: GEMA rückt ganz dicht ran an Mitglieder und Musikbranche


„Ich nehme wichtiges Feedback zu unserer Arbeit mit, das ich an die betreffenden Abteilungen zurückgeben kann“ – Matthias Dengg, Kommunikationsmanager bei der GEMA

Insgesamt war die GEMA in diesem Jahr während aller vier Festivaltage an sieben Konferenzveranstaltungen beteiligt. Sie lud außerdem, gemeinsam mit dem DMV und der Music Publishing Summer School, bereits Mittwochabend im Sommersalon zum Kennenlernen und Informationen austauschen ein und stand täglich im Foyer des Arcotel Onyx für spontane Fragen und Gespräche bereit.

Uns lag es besonders am Herzen, mittendrin statt nur dabei zu sein. Wir wollten nicht ein Thema aus allen Perspektiven betrachten, sondern vielseitig und umfassend informieren, aufklären und ganz nah dran sein. Denn das Reeperbahn Festival und die Konferenz zählen wir zu den wichtigsten Events, um alle für uns relevanten Gruppen erreichen zu können und um ihnen zu zeigen: Hinter der Verwaltung der GEMA stehen Menschen, die für euch da sind, wenn ihr Unterstützung braucht und die nicht nur Mitreden, sondern sich aktiv an Veränderungsprozessen in der Musikbranche beteiligen.

Das gehypte Konzept „Blockchain“, das verschiedene existierende Technologien neu miteinander kombiniert, wurde im Panel „Blockchain Unchained“ auseinandergenommen. Kai Freitag, der sich bei IT4IPM um die IT der GEMA kümmert, nahm an der Session teil. Das Thema findet er „äußerst interessant“, sieht aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, wie es seinen Arbeitsalltag verändern kann. Im Austausch zwischen Verwertungsgesellschaften sieht er aber eine Chance: „Kommunikation und Zusammenarbeit sind dabei sehr wichtig.“

Um die Problematik mit dem „Darknet für Tickets“ drehte sich das gleichnamige Panel und besprach, wie sehr dieser Schwarzmarkt, das so genannte Secondary Ticketing, inzwischen automatisiert und professionalisiert wurde. Die Leiterin der Direktion Kommunikation bei der GEMA, Ursula Goebel, zeigte deutlich auf, wie sehr Verbraucher und Urheber darunter leiden und forderte Unterstützung von Seiten der Verbände und des Gesetzgebers.

Zum Stichwort Gender Equality nahm die Pressekonferenz des Projekts „Keychange“ Stellung, das von der PRS in Großbritannien initiiert wurde, um die Stellung von Frauen in der Musikbranche zu verbessern. Gemeinsam mit dem Reeperbahn Festival und dem Verband Unabhängiger Musikunternehmen (VUT) unterstützt die GEMA diese Initiative. Als Referentin für die GEMA präsentierte Elisabeth Liszt, Leiterin der Abteilung A/S Service erstaunliche Zahlen: „In den letzten fünf Jahren bekamen 13 Prozent weibliche Songwriter nur rund 6 Prozent der durch die GEMA ausgeschütteten Tantiemen. 87 Prozent männliche Songwriter erhielten die restlichen 94 Prozent.“

Bei der Session „Get Played, Get Paid“ saßen gleich zwei GEMA-Mitarbeiter auf der Bühne. Marc Grittke ist unter anderem verantwortlich für das Club- und Diskothekenmonitoring, Sandra Altkrüger kümmert sich um die Verteilung der eingenommenen Tantiemen im Aufführungsrecht. Sie diskutierten darüber, wie die Summen, die Clubs und Festivals an Verwertungsgesellschaften zahlen, mithilfe von verfügbaren Technologien sinnvoll und gerecht an die Urheber ausgeschüttet werden können. Grittke räumte ein, dass die GEMA mit dem Monitoring noch nicht am Ziel ihrer Wünsche ist, forderte aber auch, dass die Urheber ihre Werke sorgfältig melden. Seine Erfolgsmeldung: „Wir erzielen mit den vorhandenen Monitoringboxen in Clubs bereits eine Identifikation von 95-97 Prozent.“

Die GEMA selbst stand im Mittelpunkt der Sessions „Online-Services der GEMA“, „Lizenzierung digitaler Musiknutzung durch die GEMA“ und „Die GEMA verstehen“. Çağla Akkaya verschaffte den Teilnehmern einen Überblick über die verschiedenen digitalen Serviceangebote der GEMA und zeigte die Vorteile der Repertoirsuche auf. Nike Schmidt, verantwortlich für den Bereich International Licensing, und Anja Braune, die bei der GEMA die Abteilung Lizenzierung Online leitet, lieferten eine Übersicht über die Facetten der nationalen Lizenzierung und die Rolle von Joint Ventures in der multiterritorialen Lizenzierung. Zum Abschluss am Samstagvormittag stellte GEMA-Kommunikationsmanager Matthias Dengg die grundlegenden Aufgaben einer Verwertungsgesellschaft vor und wollte wissen, wo der Schuh drückt. „An solchen Vorträgen nehmen meist Menschen teil, die entweder GEMA-Mitglieder werden möchten oder die auf einem kleineren Level Lizenznehmer sind. Hier ist der Informationsbedarf noch hoch. Viele andere sind bereits oft gut informiert“.

Das Video zu den Panels auf der Konferenz des Reeperbahn Festivals: https://youtu.be/b7JWBiCyOxU.

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