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Pressemitteilung

MIDEM 2014: „Authors‘ rights: What’s next on the European agenda?”

Bei der gemeinsamen Podiumsdiskussion von GEMA und SACEM am 3. Februar stand die derzeit auf EU-Ebene durchgeführte Überprüfung der europäischen Urheberrechtsregeln im Mittelpunkt, verbunden mit der Frage: „Authors‘ rights: What’s next on the European Agenda?“.

Zu Beginn der Diskussion präsentierte der Vorstandsvorsitzende der GEMA, Dr. Harald Heker, fünf Punkte – „What should be next on the European Agenda“ –, die aus Sicht der Urheber von besonderer Bedeutung im Rahmen der weiteren europäischen Urheberrechtsdiskussion sind (siehe Anlage). 

Der Generaldirektor der SACEM, Jean-Noel Tronc, zeigte sich erfreut, dass beide Verwertungsgesellschaften bei europäischen Themen inhaltlich an einem Strang ziehen. Er hob hervor, dass es in Europa bereits einen guten und funktionierenden Urheberrechtsrahmen gebe, der international als Vorbild dienen könne.

Nach Einschätzung von Kerstin Jorna, Direktorin für Geistiges Eigentum in der Generaldirektion Binnenmarkt der EU-Kommission, stellt die Kultur- und Kreativwirtschaft einen wichtigen Motor für Wachstum und Beschäftigung in der EU dar. Vor diesem Hintergrund ermutigte sie die versammelten Musikschaffenden, sich an der aktuellen EU-Konsultation zu beteiligen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen in diesen Prozess einzubringen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der GEMA, Prof. Dr. Enjott Schneider begrüßte es grundsätzlich, dass sich die Kommission dem Thema Urheberrecht umfassend annimmt. Gerade im Online-Bereich dürfe jedoch die Frage der angemessenen Vergütung von Urhebern nicht aus dem Blick geraten. Verwertungsgesellschaften müssten nach wie vor eine sehr wichtige Rolle einnehmen. 

Nach Ansicht von Jean Michel Jarre ist Europa immer visionär in Fragen des Urheberrechts gewesen. In der aktuellen Diskussion dürfe es daher nicht nur darum gehen, das Urheberrecht zu verteidigen, sondern es weiter zu fördern.

Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 68.000 Mitgliedern (Komponisten, Textdichter und Musikverleger) sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik. Seit 2007 ist die GEMA mit einer eigenen politischen Repräsentanz in Brüssel vertreten.