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Pressemitteilung

Mitgliederfest der GEMA: Ehrungen für Die Fantastischen Vier, WDR 3 und radioeins

Am gestrigen Montag, dem 26. April 2016, kamen zahlreiche Musikautoren beim Mitgliederfest der GEMA in Berlin zusammen. In diesem Rahmen wurden auch zwei Preise verliehen: Die Fantastischen Vier erhielten den FRED JAY PREIS für ihre langjährige und hervorragende textdichterische Leistung. An WDR 3 und radioeins ging der Radiokulturpreis für das kulturell herausragende Programm.

Am Montagabend kamen rund 800 Textdichter, Komponisten und Verleger ins Kosmos in Berlin, um beim Mitgliederfest gemeinsam den ersten Tag der jährlichen GEMA-Mitgliederversammlung ausklingen zu lassen. Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, und Prof. Dr. Enjott Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA, begrüßten die sehr zahlreich erschienenen Gäste. „Ich freue mich auf neue Begegnungen mit bereits Bekannten und auf das Kennenlernen neuer Mitglieder unserer stetig wachsenden Gemeinschaft“, so Dr. Heker. Prof. Dr. Schneider betonte: „Heute Abend geht es vor allem um die Seele von Musik und nicht wie so häufig um Zahlen und Statisiken.“

Höhepunkt des Abends war die Verleihung des FRED JAY PREISES an Die Fantastischen Vier. Michael Jacobson, Stifter des Preises, unterstrich in seiner Rede: „Die Entscheidung der Jury hätte meinem Vater sicher gefallen. Die Fantastischen Vier sind in einem Genre mit deutschen Texten erfolgreich, das lange Zeit der englischen Sprache vorbehalten war.“ Heinz Rudolf Kunze stellte in seiner Laudatio die textdichterische Brillianz der Preisträger heraus: „Superlative sind hier angebracht. Lauschgift etwa war ein genialer Titel – hätte von mir sein können. Nein, müssen.“

Die Fantastischen Vier selbst gaben zu, seit der erstmaligen Verleihung des FRED JAY PREISES 1989 an Julia Neigel darauf zu warten, den Preis überreicht zu bekommen. „Leonardo DiCaprio hat nur 20 Jahre auf den Oscar gewartet“, sagte Smudo, „wir haben 27 Jahre durchgehalten und freuen uns deshalb umso mehr über den Preis der deutschen Textdichtung.“ Anschließend gaben die „Fantas“ ein 20-minütiges Kurzkonzert.

Ebenfalls im Fokus stand der Radiokulturpreis, den die GEMA an radioeins (Schwerpunkt U-Musik) und WDR 3 (Schwerpunkt E-Musik) für ihre kulturell herausragenden Programme verlieh. Dr. Ralf Weigand, Mitglied des Aufsichtsrats der GEMA, betonte in seiner Rede, dass das Radio „trotz wachsender Bedeutung von Internet-Diensten in der Breite über alle Bevölkerungsschichten immer noch das bedeutendste Massenmedium für Musikvermittlung ist“. Gerade deshalb sei es wichtig, dass Radiomacher heute dafür „Sorge tragen, dass ein möglichst reichhaltiges und vielfältiges Musikangebot das Publikum erreicht. Denn sie haben eine große Verantwortung für den Erhalt einer möglichst vielfältigen und lebendigen Musikkultur“, so Dr. Weigand.

Anja Caspary, Musikchefin von radioeins: „Es war ein schönes Heimspiel für radioeins, den Radiokulturpreis der GEMA in Berlin verliehen zu bekommen und all die Menschen zu treffen, deren Lieder wir tagtäglich senden. Wir spielen tatsächlich die Lieder, die wir lieben.“ Auch der Programmchef des WDR 3, Prof. Karl Karst, zeigte sich über die Auszeichnung geehrt: „Es ist eine große Freude und Ausdruck hoher Anerkennung für die Arbeit vieler Jahre und vieler Kolleginnen und Kollegen, wenn ein Programm wie WDR 3 mit dem Radiokulturpreis der GEMA für den Erhalt höchster Qualität ausgezeichnet wird. Ich bedanke mich dafür stellvertretend für das gesamte Team und für den WDR, ohne dessen Engagement für Bildung und Kultur ein solches Qualitätsprogramm nicht möglich wäre.“

Der FRED JAY PREIS
Der Preis wurde 1989 von Mary Jay-Jacobson in Gedenken an ihren Mann, dem österreichischen Textdichter Fred Jay (1914–1988) ins Leben gerufen. Mit dem FRED JAY PREIS werden Musikschaffende ausgezeichnet, die mit ihren Texten in hohem Maß zur Entwicklung und Förderung des deutschen Liedguts beigetragen haben. Seit ihrem Tod wird die Tradition der Verleihung des Preises von ihrem Sohn, Michael Jacobson, weitergeführt. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft der GEMA-Stiftung. www.gema.de/fjp

Der Radiokulturpreis
Mit dem Radiokulturpreis werden seit 2015 einmal im Jahr zwei Hörfunkwellen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise der Musikkulturförderung im Sinne der GEMA-Kulturfaktoren verschrieben haben. Kulturfaktoren wurden erstmals 2014 für die Verteilung im Hörfunkbereich eingeführt. Mit ihnen wird die Relevanz und kulturelle Bedeutung der Musik im Sendekontext hinsichtlich der Inhalte der einzelnen Hörfunkwellen stärker berücksichtigt. Diese zehn Faktoren sind nach Ansicht der GEMA-Mitglieder der Maßstab für die kulturelle Bedeutung einer Hörfunkwelle. Der Radiokulturpreis ist Bestandteil des kulturellen Engagements der GEMA und soll die Bedeutung der Musikkulturförderung speziell im Medium Radio aufzeigen und dessen öffentliche Wahrnehmung fördern. Er ist Ausdruck der Wertschätzung der GEMA gegenüber kulturellem Engagement. www.gema.de/radiokulturpreis

Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von rund 70.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.