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Reform of the rules on distribution share splits

Working group for the operational implementation begins its task

With the adoption of the motion regarding agenda item 19, the 2020 GEMA Members' Assembly decided on a fundamental reorganisation of the distribution share rules.  In order to accompany the process of the operational implementation of the new rules, a technical working group made up of representatives of publishers and GEMA has been set up. The task of this working group is, in particular, to support the data reconciliation between the GEMA documentation and the IT systems of the publishers as well as to coordinate a smooth and seamless implementation of the new rules in the digital work registration process.

For this purpose, the working group mainly focusses on the two central elements of the new scheme which should be regarded separately in the technical implementation process:

  1. Enhancement and simplification of the free agreement on the share split within the performing rights area (AR)
The new scheme makes it possible that the author shares in performing rights (AR) for all newly registered works can be integrated as standard into the work registration process. This new service is scheduled to be operationally introduced for our members as from 1 July 2021, via the work registration channels IWA, IWA web service and (partially) the CWR. 
 Introduction of a deduction logicThe second element of the new scheme is the introduction of a deduction logic. This makes it possible to replace the current logic of the distribution plan with its roughly 1,500 different distribution keys for the various constellations of the participating parties by way of a few rules that logically build on one another in order to determine the distribution shares.  The deduction logic shall apply to the existing repertoire as well as all works that are newly registered. At this time, it is envisaged that it will be applied to the distribution dates from 1 June 2022.  The operational challenge for this changeover will mainly be the migration of the existing repertoire into the new share images.
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Hintergrund

Die Erweiterung und Vereinfachung der freien Vereinbarkeit im Aufführungsrecht (AR) und die Einführung einer Ableitungslogik sind ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der GEMA im digitalen Zeitalter. Die neuen Anteilsregeln vereinfachen den GEMA-Verteilungsplan erheblich und beseitigen bestehende Inkonsistenzen. Hierdurch bewirken sie einen erheblichen Zugewinn an Nachvollziehbarkeit, Effizienz und Transparenz in der Werkedokumentation und Verteilung. Gleichzeitig gelingt mit den Neuregelungen eine Annäherung an internationale Standards, die es der GEMA ermöglicht, ihre führende Marktpositionierung abzusichern und auszubauen (z.B. durch Kooperationen wie ICE Copyright).

Arbeitsstand

Nach einem Kickoff am 19. Oktober fand eine weitere Sitzung der Arbeitsgruppe am 2. November statt. Um noch ausstehende offene Fragen für die Umsetzung zu klären, wurde ein zweiwöchiger Zyklus für Sitzungen der Arbeitsgruppe bis zum Jahresende festgelegt.

Der Schwerpunkt der Abstimmung lag in der Klärung der administrativen Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Neuregelungen, der Sicherstellung der verlegerseitigen Machbarkeit der Go-Live-Termine sowie der technischen Implementierung der freien Vereinbarkeit in den unterschiedlichen Werkanmeldungskanälen, insbesondere CWR.

Über die weitere Tätigkeit der Arbeitsgruppe werden wir regelmäßig über diese Plattform berichten. Ihre Rückfragen zu den Aktivitäten der Arbeitsgruppe können Sie jederzeit an die E-Mailadresse neueanteilsregeln@gema.de adressieren.

Informationen zum Download

Neuordnung der Anteilsregeln allgemein 

Werkanmeldungskanal CWR

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Fragen & Antworten

Aus operativen Gründen können die neuen Anteilsregeln nicht sofort umgesetzt werden: Zum einen muss die GEMA ihre IT an die neuen Regeln anpassen. Zum anderen soll auch den Verlagen die rechtzeitige operative Umstellung der eigenen Systeme auf die neue Logik sowie ein begleitender Abgleich der Umstellungen im GEMA-System mit den eigenen Daten ermöglicht werden. Vor diesem Hintergrund gilt für die operative Umsetzung folgender Zeitplan:
 
  • Die neue Werkanmeldung mit freier Vereinbarkeit gem. § 191 Abs. 1 VP neu wird ab dem 1.7.2021 eingeführt.
  • Die Anwendung der neuen Anteilsschlüssel bei der Verteilung erfolgt für die Ausschüttungstermine ab dem 1.4.2022.
Bei der Neuordnung der Anteilsregeln handelt es sich im Kern um eine tech­nische Systemanpassung, die gezielt so konzipiert wurde, dass
  •  
  • die finanziellen Auswirkungen für die Berechtigten so gering wie möglich gehalten und
  • grundlegende Verschiebungen zwischen den Berufsgruppen ver­mieden werden.

Die in den AR-Sparten vorgesehene Quote von 64:36 für die Basisaufteilung auf Musik und Text ist das Resultat einer umfassenden Hochrechnung, die nach diesen Grundsätzen erfolgte. Aufgrund der Neuordnung der Anteilsregeln sind somit keine relevanten Verschiebungen zwischen den Berufs­grup­pen zu erwarten.

Nach den Ergebnissen der Hochrechnung ist auch bei individuellen Berechtig­ten nur in sehr seltenen Ausnahmefällen mit relevanten Einbußen durch die Neuregelung zu rechnen. Die Neuregelung sieht daher eine sehr weitreichende Härtefallregelung vor: Jeder Berechtigte (Urheber oder Verleger), der durch die Neuregelung mehr als 2.000 EUR und mehr als 3% seines Aufkommens verliert, erhält diesen Verlust über drei Jahre (GJ 2021-23) zu 100% ersetzt. Diese Regelung bietet eine erheblich weitere Absicherung als frühere Härtefallrege­lungen (z.B. bei der Reform der Rundfunkverteilung).
Um die potentiellen Auswirkungen der neuen Anteilsregeln zu beurteilen und eine ergebnisneutrale Quote für die Basisaufteilung zu ermitteln, wurde eine umfassende Hochrechnung auf Basis des Geschäftsjahres 2018 durchgeführt, bei der die Auswirkungen der Neuregelung für nahezu das gesamte GEMA-Repertoireausgewertet wurden. Hierbei wurden alle Verteilsparten und alle relevanten Anteilskonstellationenberücksichtigt, so z.B.
 
  • untextierte Werke
  • textierte Werke
  • verlegte, unverlegte, teilverlegte und splitverlegte Werke
  • Konstellationen mit freien Urhebern
  • Beteiligung von Bearbeitern und Spezialtextdichtern von freien und geschützten Werken
  • subverlegtes GEMA-Repertoire
  • Suburheber
Grundsätzlich ja. Der Wechsel von der bisherigen „Schubladenlogik“ zur „Ableitungslogik“ ist mit einer grundlegenden Umstellung der IT-Systeme ver­bunden, die nur einheitlich erfolgen kann. Die GEMA kann nicht für einen Teil der Werke die „Schubladenlogik“ beibehalten und für einen anderen Teil die Ableitungslogik einführen.

Die Vereinheitlichung der Anteilsschlüssel im Rahmen der Basisaufteilung gilt daher für alle GEMA-Originalwerke, auf die bislang die bisherigen im Vertei­lungsplan geregelten Quoten angewandt wurden.

Für Werke, bei denen die Anteile schon in der Vergangenheit frei vereinbart wurden, gelten diese vereinbarten Anteile weiter fort. Für Werke, die seit dem 1.1.1996 angemeldet worden sind, besteht auch weiterhin die Möglichkeit einer freien Vereinbarkeit im bisherigen Rahmen.

Zu beachten ist, dass die Neuordnung der Anteilsregeln in vielen Bereichen (VR-Sparten, subverlegtes Reper­toire, Quote Verlegeranteil) keine oder allenfalls geringfügige Auswirkungen hat.
Bisher:
  • Freie Vereinbarkeit ist nur für U-Werke möglich, und zwar nur für solche mit einer Punktbewertung nach Verrechnungsschlüssel III Ziff. 1, 3a und 3 b. Nicht erfasst sind somit insbesondere E-Werke und höher eingestufte U-Werke.
  • Administrativ ist die freie Vereinbarkeit ein Sonderfall, der stets manuell bearbeitet werden muss. Hieraus folgt ein für Berechtigte und GEMA aufwändiges Anmeldeverfahren. Die Nutzung der Online-Werkanmeldung ist nicht möglich.
  • Dieser Aufwand dürfte mit dazu beigetragen haben, dass die freie Verein­barkeit in der Praxis bislang kaum genutzt wird: Seit 1996 wurden insgesamt noch nicht einmal 2.000 Werke mit frei vereinbarten Anteilen angemeldet.

Künftig:
  • Freie Vereinbarkeit ist im AR für alle neu angemeldeten Werke in allen AR-Sparten möglich.
  • Freie Vereinbarkeit ist mit der Ableitungslogik technisch einfacher umsetzbar als bisher und kann daher als Standard in der Internetwerkanmeldung implementiert werden.
  • Beabsichtigt ist eine dezidiert mitgliederfreundliche Ausgestaltung.Es ist vorgesehen, im Onlineformular für die Internetwerkanmeldung eine Art Schieberegler für die Angabe frei vereinbarter Anteile zu installieren. Nur wenn hiervon kein Gebrauch gemacht wird, greift die Basisaufteilung.
Nein, für Sie ändert sich nichts. Das gilt übrigens auch dann, wenn Sie als alleiniger Komponist des Werkes bei einem Verlag verlegt sind.
Die neuen Anteilsregeln legen in den Sparten des Aufführungs- und Senderechts (AR) fest, dass in allen Sparten die gleichen Anteile zwischen Musik und Text gelten, das sind 64 % für alle Komponisten und 36 % für alle Textdichter in der Basisverteilung. Gleichzeitig gilt, dass Komponisten und Textdichter ihre Anteile zwischen Musik und Text frei vereinbaren können, wobei mindestens 35,2 % auf den Musikanteil und mindestens 19,8 % auf den Textanteil entfallen müssen.

Diese frei vereinbarten Anteile kommen auch nach neuer Regelung in allen Sparten des Aufführungs- und Senderechts zur Anwendung.
Die sogenannte Basisverteilung nach alter Regelung legte für nicht verlegte Werke fest, dass 2/3 = 66,67 % auf den Musikanteil und 1/3=33,33 % auf den Textanteil entfallen. Nach neuer Basisverteilung erhalten somit die Komponisten 2,67 % weniger und die Textdichter 2,67 % mehr. Eine Ausnahme bildet die Sparte FS: Dort galt nach alter Regelung 50 % Musik und 50 % Text. Nach neuer Regelung gilt nun auch in der Sparte FS, dass 64 % auf den Musikanteil und 36 % auf den Textanteil entfallen.
Von der Basisaufteilung zwischen Musik und Text ist die Rede, wenn die im GEMA Verteilungsplan festgelegten Quoten zwischen Musik- und Textanteil angewendet werden. Das sind nach neuer Regelung im Aufführungs- und Senderecht (AR) 64 % für den Musikanteil und 36 % für den Textanteil und im mechanischen Vervielfältigungsrecht (VR) 50 % für den Musikanteil und 50 % für den Textanteil. In den AR-Sparten kann gemäß GEMA Verteilungsplan zwischen Musik- und Textanteil eine freie Vereinbarung getroffen werden, die von der Basisverteilung abweicht. In den VR-Sparten gilt immer die Basisverteilung.