Gesellschaften zur Musikverwertung gibt es in sehr vielen Ländern. Diese sogenannten Verwertungsgesellschaften sind Einrichtungen, die die Verwertung von Musiknutzungen für eine große Anzahl von Musikurhebern (Komponisten und Songtexter) wahrnehmen. In Deutschland ist das die GEMA – die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Die GEMA ist mit ausländischen Verwertungsgesellschaften durch ein Netz sogenannter Gegenseitigkeitsverträge verbunden. So vermittelt sie heimischen Urhebern Tantiemen für die Musikaufführung im Ausland und gleichzeitig zieht sie von deutschen Musiknutzern die Vergütung für ausländische Urheber ein. Durch diese Gegenseitigkeitsverträge vertritt die GEMA nicht nur ihre über 80.000 eigenen Mitglieder, sondern ebenso über 2 Mio. Songwriter im Ausland.

In den USA werden Musikurheber beispielsweise von der ASCAP vertreten und in England von PRS für Music. Japans Gesellschaft zur Musikverwertung nennt sich JASRAC. Aber auch in Ländern außerhalb der Industrienationen gibt es Einrichtungen, die sich um die Tantiemen der Komponisten und Songtexter kümmern. In Uruguay zum Beispiel die AGADU, auf den Philippinen die FILSCAP oder die COSOMA in Malawi.

Demnach haben in der ganzen Welt Musikurheber Organisationen gegründet, die ihre Interessen vertreten; Verwertungsgesellschaften, die sich für ihre Rechte stark machen. Gerade heute ist es für Musikautoren schwierig, den Überblick zu behalten, wenn es um die Nutzung ihrer Werke geht. Als Mitglied einer Verwertungsgesellschaft haben sie die Gewähr, dass sich jemand um die Überprüfung der Nutzungen ihrer Werke sowie die Vergabe von Lizenzen kümmert. So erhalten Musikurheber die Tantiemen, die ihnen zustehen.