Was ist das Filmherstellungsrecht?

Das Filmherstellungsrecht findet Anwendung, wenn urheberrechtlich geschützte Musikwerke in einer audiovisuellen Produktion genutzt werden, z. B. in einem Kinofilm oder einer DVD-Produktion.

Sofern ein Lizenznehmer – wie beispielsweise ein Kinoproduzent – einen Song in seinem Kinofilm verwenden will, muss er zuerst das so genannte Filmherstellungsrecht klären, also das Recht, das Filmwerk mit dem betreffenden Musikwerk zu verbinden und die Musik dadurch in einen neuen Kontext zu setzen (= audiovisuelle Produktion). Man nennt dieses Herstellungsrecht auch Synchronisation right / Sync right, abgekürzt „HR“.

Das Filmherstellungsrecht wird uns gemäß § 1 i) (1) des Berechtigungsvertrags vom GEMA Mitglied zur Wahrnehmung übertragen. Wir sind daher grundsätzlich dafür zuständig, das Filmherstellungsrecht an den Lizenznehmer zu vergeben. Allerdings hat der Rechteinhaber – d. h. der Urheber oder der Verlag des Musikwerkes – auch die Möglichkeit, das Filmherstellungsrecht selbst gegenüber dem Lizenznehmer wahrzunehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass er das Filmherstellungsrecht gegenüber der GEMA innerhalb der in § 1 i) (1) des Berechtigungsvertrags geregelten Fristen zunächst zurückruft.

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