Zusatzinformationen

Gebietsabkürzungen TIS-Codes

Das Territory Information System TIS ist der mehrsprachige Gebietsstandard der CISAC, des internationalen Dachverbands der Verwertungsgesellschaften. Der Standard wird von der GEMA verwaltet und vom TIS Management Committee der CISAC beaufsichtigt.

Das Territory Information System enthält alle relevanten Informationen über Gebiete

  • Basisinformationen über Gebiete, d.h. über Länder und Ländergruppen, zusammen mit ihren numerischen Gebietskodes. Beispiele für diese numerischen Kodes sind 276 für Deutschland und 2136 für die Welt.
  • Die Namen von Gebieten, zusammen mit ihren Alpha-Kodes. Beispiele: DE für Deutschland und 2WL für die Welt.
  • Die hierarchischen Abhängigkeiten zwischen Gebieten im Sinne von "Land A gehört von/bis zur Ländergruppe B". Beispiel: Deutschland gehört seit 1958 zur Europäischen Union.
  • Die historischen Dimensionen von Gebieten, wie deren frühere und aktuelle Namen, die historischen Gebietsangaben, der frühere und aktuelle Status von hierarchischen Dimensionen. Beispiel: TIS enthält Informationen über nicht mehr existierende Länder wie die Tschechoslowakei sowie über deren Nachfolger Tschechische Republik und Slowakei.

Diese Angaben ermöglichen eine exakte, eindeutige und zeitbasierte Interpretation beispielsweise der Gebietsdimensionen von Vereinbarungen.

Der Gebietsstandard TIS basiert auf dem ISO-Standard 3166

Die Kodes und Namen von Ländern sind diesem maßgeblichen ISO-Standard entnommen worden.

Das Dokument “Beschreibung des Gebietsstandards TIS" enthält eine vollständige Erläuterung des Standards sowie das konzeptionelle Datenmodell mit allen relevanten Informationsobjekten und Datenelementen.

Das Dokument “TIS Datenbasis: vollständige Daten“ ist eine komprimierte Access-Datei, die die vollständigen TIS-Daten enthält. Die Liste der Gebiete als Excel-Datei finden Sie unter "Auswertung: Gebietsliste". Die hierarchischen Auswertungen der Gebiete sind unter "Auswertung: Hierarchien zwischen Gebieten (nach oben/nach unten)" zu finden.

Bitte beachten Sie, dass die Datei „TIS Datenbasis: vollständige Daten“ die verbindlichen TIS-Daten gemäß Datenmodell und Definition des Gebietsstandards enthält. Das Dokument „Beschreibung der Änderungen in den TIS-Daten von der ersten bis zur heutigen Ausgabe“ enthält die Änderungen, die in den TIS-Daten von der ersten bis zur aktuellen TIS-Ausgabe gemacht worden sind.

Der International Standard Work Code (ISWC)

Der International Standard Work Code (ISWC) ist die international einheitliche Werkfassungsnummer der CISAC-Verwertungsgesellschaften, die auch von der International Organization for Standardization (ISO) bestätigt worden ist. Der ISWC ist ein eindeutiger Identifikator für eine Werkfassung. Er trägt dazu bei, den Dokumentationsaustausch und Abrechnungsverkehr zwischen den Verwertungsgesellschaften effizienter zu gestalten.

 

Der ISWC hat folgende Struktur:

 

  • Buchstabe „T", gefolgt von einer neunstelligen Ziffer und schließlich eine einstellige Prüfziffer
  • z.B. T-345.246.800-1 (Die Punkte und Bindestriche in diesem Beispiel sind nur als Lesehilfe gedacht, sind also nicht Bestandteil des ISWC.)

Wenn die GEMA ein neues Werk mit GEMA-Urhebern verrechnungsfähig registriert, wird für jede Werkfassung des Werkes, an der ein GEMA-Urheber beteiligt ist, automatisch ein ISWC vergeben. Ein GEMA-Werk kann deshalb mehrere ISWCs haben, z.B. für die deutschsprachige Originalfassung, für die Bearbeitung, für die englischsprachige Textversion usw. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Werk bereits verlegt ist oder bei welcher Verwertungsgesellschaft der Originalverlag Mitglied ist. Dieser ISWC wird mit der Werkbestätigung zurückgemeldet und in der Online-Datenbank "Repertoiresuche" der GEMA angezeigt.

 

Die GEMA vergibt den ISWC für Werkfassungen mit GEMA-Urhebern seit 2004. Ältere Werkfassungen mit GEMA-Urhebern erhielten nachträglich einen ISWC.  Für die ISWC-Vergabe von Werkfassungen, die Urheber anderer Verwertungsgesellschaften geschaffen haben, sind die jeweiligen anderen Verwertungsgesellschaften zuständig. Wenn eine Verwertungsgesellschaft oder ein GEMA-Subverlag eine Werkfassung mit ISWC meldet, übernimmt die GEMA diesen ISWC.

Werkbestätigungen

Erläuterungen zu den Bestätigungen von verrechnungsfähig dokumentierten Werken

Diese Bestätigungen enthalten neben der GEMA-Werknummer und der Werkart folgende Informationen aus einer Werkdokumentation:

  • Werkteile: Ein Werkteil ist der schöpferische Baustein eines Werkes. Es gibt Werkteile für Urheberrollen (z.B. Komponist oder Textdichter), Werkteile für Inhalte und Werkteile mit Verweisen auf andere verwendete Werke (Fassungsverweiswerkteile). Aus Werkteilen werden Werkfassungen gebildet. Neben den Angaben zu den beteiligten Urhebern (Mitglieds- oder Beteiligtennummer sowie IP-Nummer) können Werkteile weitere Informationen, z.B. zu Gattung, Spieldauer und Besetzung enthalten, wenn sie vom Anmelder an die Verwertungsgesellschaft übermittelt worden sind.
  • Werkfassungen: Eine Werkfassung ist die verwertbare Gestalt eines Werkes. Sie setzt sich aus mindestens einem Werkteil zusammen. Ist als Urheber ein GEMA-Mitglied beteiligt, so erhält die Werkfassung einen GEMA-ISWC. 
  • Vereinbarungen: In den Vereinbarungen wird die Verteilung festgelegt. Dabei gilt aus systematischen Gründen auch die unverlegte Verteilung als "Vereinbarung". In den Vereinbarungen werden außerdem Gebiete (z.B. +2WL für weltweit), Anteile pro Urheberrolle und Angaben zu Urheber-Verlagsbeziehungen abgebildet. 
  • Sonstige Titel/sonstige Personen: wenn Untertitel, Titel verwendeter freier Werke oder weitere Titel und andere Personen, die zur Identifizierung eines Werkes wichtig sind (wie z.B. der Interpret) dokumentiert werden. 

Schutzfristenliste (Stand 14.01.2015)

Die GEMA kann weder die Richtigkeit noch die Vollständigkeit der Schutzfristenliste garantieren. Mit Nachdruck weisen wir Sie darauf hin, dass die Angaben in dieser Liste nicht ausreichend sind, um in einem konkreten Fall beurteilen zu können, ob ein Werk im jeweiligen Land zu einem bestimmten Zeitpunkt geschützt war oder ist. Dazu sind weitere Faktoren zu berücksichtigen, von denen hier nur einige erwähnt sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Nationalität des/der Urheber(s) des Werkes
  • Land des Ersterscheinens oder der Erstveröffentlichung
  • multilaterale Verträge, wie die Revidierte Berner Übereinkunft, Abkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS), Welturheberrechtsabkommen
  • bilaterale Verträge, wie das Übereinkommen zwischen dem Deutschen Reich und den Vereinigten Staaten von Amerika über den gegenseitigen Schutz der Urheberrechte (1892)
  • Art des Werkes: Die angegebenen Schutzfristen beziehen sich nur auf „normale“ musikalische Werke. Für andere Werkarten gibt es meist spezielle Regelungen, wie z.B. für musikalische Werke mit Text, die von mehreren Urhebern zur gemeinsamen Verwertung geschaffenen wurden (vgl. hierzu die weiterführenden Informationen), für anonyme und pseudonyme Werke, Filmwerke oder nachgelassene Werke.
  • Einige Länder haben Sonderregelungen für Urheber, die während der Weltkriege gearbeitet oder daran teilgenommen haben oder für politisch unterdrückte, inzwischen rehabilitierte Urheber.
  • Wenn ein Land die Schutzfrist verlängert hat, sind die Übergangsregelungen für bereits existierende Werke relevant.

Schutzfristenliste