Startseite  |  Anmelden  |  Kontakt  |  Newsletter

Deutsch  |  English
logo-gema

Tarifreform im Veranstaltungsbereich

Nach intensiven Verhandlungen über die Tarife im Veranstaltungsbereich haben die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e. V. eine Einigung erzielt. Als Basis der Tarifverhandlungen diente der im April 2013 veröffentlichte Einigungsvorschlag der Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt, der die von der GEMA vorgeschlagene Linearisierung der Veranstaltungstarife als "sachgerecht und angemessen" bezeichnete.

Der Gesamtvertrag regelt die Lizenzvergütung der Urheber und deren Verleger für die Nutzung ihres musikalischen Repertoires in künftig vier Tarifen:

Tarif für Musiknutzung in Einzelveranstaltungen (Tarife M-V und U-V):

  • Die linear ausgerichtete Vergütung berechnet sich auf Basis der Veranstaltungsfläche (in Schritten zu jeweils 100 qm) und dem Eintrittsgeld (in Schritten zu jeweils 1,00 EUR).
  • Diese Tarifstruktur entlastet insbes. kleinere und mittlere Veranstaltungsformate und kommt so einer Vielzahl von Veranstaltungen bürgerschaftlichen Engagements zugute.
  • Einführungsnachlass: Tariferhöhungen, die bei größeren, kommerziell ausgerichteten Veranstaltungen auftreten, werden durch Nachlässe schrittweise über 5 Jahre bis zum 31.12.2018 eingeführt.

Tarif für Musiknutzung in Musikkneipen (Tarif M–CD II 1): 

  • Der Empfehlung der Schiedsstelle folgend, gelten die neu vereinbarten Vergütungen, in Abgrenzung zu Clubs und Diskotheken, für Veranstaltungen mit intensiver Musiknutzung, die über die reine Hintergrundmusikwiedergabe hinaus gehen, ohne Tanz und ohne Eintritt.
  • Einführungsnachlass: Tariferhöhungen werden durch Nachlässe schrittweise über einen Zeitraum von 8 Jahren bis 31.12.2021 eingeführt.

Tarif für Musiknutzung in Diskotheken und Clubs (Tarif M–CD II 2):

  • Die linear ausgerichtete Vergütung berechnet sich auf Basis der Veranstaltungsfläche (in Schritten von jeweils 100 qm) und dem Eintrittsgeld (in Schritten zu jeweils 2,00 EUR).
  • Einführungsnachlass: Tariferhöhungen werden durch Nachlässe schrittweise über 8 Jahre bis zum 31.12.2021 eingeführt.

Die neu vereinbarte Tarifstruktur ist linear ausgerichtet, das heißt: je größer die Veranstaltungsfläche und je höher das Eintrittsgeld, umso höher ist die urheberrechtliche Vergütung, die der Veranstalter leisten muss. Für alle Veranstaltungsformate gilt, dass die pauschal ermittelte Lizenzvergütung 10 % der tatsächlichen Bruttokartenumsätze aus den Eintrittsgeldern nicht übersteigt.

Für Fragen zu den neuen Veranstaltungstarifen steht Kunden der regional zuständigen Bezirksdirektionen ab dem 12.12.2013 eine kostenfreie Hotline zur Verfügung: 0800 440800.

Tarifrechner:

Betroffene Alt-Tarife (waren bis 31.12.2013 gültig):

Tarife ab 1.1. 2014:

FAQs:

 

Pressemitteilungen und Statements:

11.12.2013 | Pressemitteilung, Tarife & Formulare, Tarifreform, Musikurheber, Musiknutzer

Einigung über Tarife im Veranstaltungsbereich erzielt: GEMA und Bundesvereinigung der Musikveranstalter e. V. unterzeichnen Gesamtvertrag

Nach intensiven Verhandlungen über die Tarife im Veranstaltungsbereich haben die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e. V. eine Einigung erzielt. Der unterzeichnete Gesamtvertrag regelt die urheberrechtliche...mehr

18.04.2013 | Pressemitteilung, Musikurheber, Musiknutzer, Tarifreform

Tarifreform: Schiedsstelle bestätigt die Linearisierung

Die Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt bestätigt die Grundstruktur der von der GEMA vorgestellten Tarifreform: In ihrem Einigungsvorschlag bewertet sie die Linearisierung der Tarife im Veranstaltungsbereich als...mehr

14.03.2013 | Pressemitteilung, Tarife & Formulare, Musiknutzer, Tarifreform

Tarif VR-Ö: GEMA schließt Gesamtvertrag mit Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V.

Die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (BVMV) sowie der Berufsverband Discjockey e.V. (BVD) haben die Verhandlungen über den Tarif VR-Ö abgeschlossen. Der Tarif regelt die Vervielfältigungen bzw. Kopien von...mehr