Fred Jay Preis 2026: Jan Plewka wird für seine Songtexte ausgezeichnet

Der Sänger, Songwriter und Schauspieler Jan Plewka wird in diesem Jahr mit dem renommierten Fred Jay Preis für deutsche Textkunst ausgezeichnet. Mit seiner Band Selig prägte er die Rockmusik der 1990er Jahre wie kaum ein Zweiter, ihre Alben schaffen es bis heute regelmäßig in die Top 10 der Album Charts. 2025 veröffentlichte der interdisziplinäre Künstler „Eine Art Soloalbum“ – ein beeindruckendes Solowerk, mit dem er aktuell auf Tour ist und das er durch den Verkauf seiner Bilder finanzierte. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung nimmt Jan Plewka am 5. Mai 2026 persönlich in Berlin entgegen. 

„Ich freue mich sehr über diesen Preis. Nicht nur über die große Ehre, von einer so großartigen Jury ausgewählt worden zu sein, sondern auch darüber, dass Texte, die manchmal eher wie kleine Umwege durch den Kopf wirken, irgendwo ankommen“, so Jan Plewka über die Auszeichnung mit dem Fred Jay Preis. „Ich sitze oft irgendwo - am Küchentisch, im Zug, nachts im Hotelzimmer - und schleife Schreie zu Zeilen, von denen ich manchmal selbst nicht genau weiß, wo sie eigentlich herkommen. Manche sind leise, manche schief, manche vielleicht auch ein bisschen merkwürdig. Und dass genau diese Zeilen jetzt diesen Preis bekommen ist für mich wirklich etwas sehr, sehr, sehr Besonderes.“  

Jan Plewka überzeugte die fünfköpfige Jury des Fred Jay Preises mit seinen herausragenden Leistungen, insbesondere seiner Kreativität und Inspirationskraft. „Jan Plewka ist ein Poet, ein Mensch gewordenes Gesamtkunstwerk. Seine Zeilensammlung umfasst 22.000 Ideen. Sein Schaffen und sein Wesen sind im schönsten Sinne kulturell-interdisziplinär. Jan ist vielseitig, inspirierend und hat zahlreiche Musikschaffende auf ihrem Weg geprägt. Mit Selig schrieb er Bandgeschichte und schuf mit ‚Ohne dich‘ eines der schönsten, traurigsten und gleichzeitig empowerndsten Liebeslieder in deutscher Sprache. Jan Plewka ist zweifellos eine starke Stimme der deutschen Musikkultur“, begründet die Jury ihre Wahl. 

Dr. Michael J. Jacobson, Preisstifter und Sohn Fred Jays, sagt: „Ich freue mich sehr über die Wahl von Jan Plewka als Fred Jay-Preisträger. Seine Arbeit erstreckt sich nicht nur über die Musik und Textdichtung, sondern umfasst auch die darstellenden und bildenden Künste des Films, der Oper und der Malerei. Diese breite Perspektive trägt zum poetischen Aspekt seiner Texte bei.“ 

Jan Plewka wird die Auszeichnung am 5. Mai in Berlin im Rahmen des GEMA Mitgliederfestes persönlich entgegennehmen. Im Anschluss an die Preisverleihung wird er einige Songs live performen. Die Laudatio hält ein Überraschungsgast. Preisstifter Dr. Michael J. Jacobson sowie die Jurymitglieder werden bei der Preisverleihung ebenfalls anwesend sein.  

Über den Fred Jay Preis: Der Fred Jay Preis richtet sich an Textdichterinnen und Textdichter, deren Werke sich durch kontinuierlichen Erfolg sowie durch besondere sprachliche Tiefe und kreative Ausdruckskraft auszeichnen. Eine unabhängige Jury aus fünf Expertinnen und Experten wählt aus allen Einsendungen die Preisträgerin oder den Preisträger für das kommende Jahr aus.  

Der Preis wurde von Mary Jay-Jacobson in Gedenken an ihren Mann, den österreichischen Textdichter Fred Jay (1914-1988), ins Leben gerufen. Seit ihrem Tod wird diese Tradition von ihrem Sohn, Michael Jacobson, weitergeführt. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis erinnert an das herausragende künstlerische Schaffen Fred Jays und wird seit 1989 jährlich unter der Schirmherrschaft der GEMA-Stiftung vergeben. Die Jury des Fred Jay Preises setzt sich aus ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträgern zusammen: Bosse, Kim Fisher, Dota Kehr, Tobias Reitz und Diane Weigmann bilden die Jury für die laufende dreijährige Amtsperiode. Weitere Informationen finden Sie unter www.gema.de/fjp. 

Über Jan Plewka: Jan Plewka ist ein vielseitiger Künstler und gründete bereits im Alter von neun Jahren seine erste Schülerband. Seit den 1990er Jahren ist er Sänger der Rockband Selig, mit der er den Stil und die Ausdrucksmöglichkeiten der deutschen Rockmusik maßgeblich beeinflusst hat. In seiner Lyrik hat er einen großen Wiedererkennungswert, wobei er sich auch mit unbequemen Themen und Tabus befasst. Mit der Gastspielreise „Jan Plewka singt Rio Reiser“ ist noch heute unterwegs und feiert große Erfolge, zudem ist er als Schauspieler sowie Sprecher in Hörspielen aktiv. In Christoph Hagels Inszenierung von Mozarts „Die Zauberflöte“ im U-Bahnhof Bundestag in Berlin 2008 sang er die Rolle des Papageno.  

2008 gaben Selig ihre Widervereinigung bekannt. Mit „Und endlich unendlich“ (2009), das Goldstatus erreichte, „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (2010), „Magma“ (2013) und „Kashmir Karma“ (2017) haben sie vier Alben veröffentlicht und es damit dreimal in die Top 10 der deutschen Charts geschafft. 2020 ist ihr achtes Album erschienen und schaffte auf Anhieb den Sprung in die Top 10 der Album Charts, Jan Plewka war 2020 ebenfalls Gast in der Staffel der VOX-Show „Sing meinen Song“ zu sehen. 2025 veröffentlichte er „Eine Art Soloalbum“ mit dem er derzeit auf Tour ist: https://janplewka.com/#termine