GEMA veröffentlich Konzertzahlen 2025: Livemusik in Deutschland setzt Aufwärtstrend fort – Wachstum bleibt ungleich verteilt

Über 267.000 Konzerte und rund 74,5 Millionen Besucherinnen und Besucher: Die deutsche Konzertlandschaft ist 2025 weiter gewachsen. Während kleine Veranstaltungen jedoch nur knapp über dem Niveau von 2019 liegen, haben sich mittlere und größere Konzerte deutlich dynamischer entwickelt.

Die deutsche Konzertlandschaft hat 2025 erstmals seit der Corona-Pandemie wieder das Niveau des Jahres 2019 übertroffen. Die GEMA erfasste in ihrer Auswertung nach Veranstaltungsgrößen insgesamt 267.145 Konzerte. Das waren 4,5 Prozent mehr als 2024 und 1,6 Prozent mehr als im letzten Jahr vor der Pandemie.

Auch die Zahl der Konzertbesuche erreichte einen neuen Höchststand: Rund 74,5 Millionen Besucherinnen und Besucher wurden 2025 gezählt. Gegenüber 2024 entspricht dies einem Plus von rund 5,3 Prozent, gegenüber 2019 einem Zuwachs von rund 7,7 Prozent.

Kleine Konzerte bilden Rückgrat des Marktes

Mit über 244.000 Veranstaltungen entfielen mehr als neun von zehn erfassten Konzerten auf die kleinste Kategorie mit bis zu 500 Besucherinnen und Besuchern. Gegenüber 2024 stieg ihre Zahl um 4,4 Prozent. Im Vergleich zu 2019 beträgt das Plus allerdings lediglich 0,4 Prozent. Das Segment der Konzerte mit 5.000 bis 15.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnet hingegen einen Zuwachs von 22,5 Prozent gegenüber 2024 und sogar +32,9 Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Niveau 2019.

„Die Konzertbranche ist nach den tiefen Einschnitten der Pandemie wieder auf Wachstumskurs. Gleichzeitig dürfen die positiven Gesamtzahlen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Erholung sehr unterschiedlich verteilt“, sagt Christian Seitz, Direktor Lizenzierung & Verteilung Aufführungsrechte der GEMA. „Die vielen kleinen Konzerte bilden das Rückgrat der deutschen Livemusiklandschaft. Gerade dieses breite Fundament entwickelt sich aber deutlich langsamer als das - bezogen auf die Anzahl - vergleichsweise kleine Segment mittlerer und großer Veranstaltungen. Für eine vielfältige und nachhaltige Musikkultur müssen wir beide Seiten im Blick behalten.“

Berlin führt bei Konzerten und Publikum, Lanxess-Arena erstmals besucherstärkste Konzertlocation

Auch regional zeigen die GEMA Daten deutliche Schwerpunkte. Gemessen an der absoluten Zahl der Konzerte liegen Bayern und Nordrhein-Westfalen an der Spitze der Bundesländer. Unter den Städten führt Berlin sowohl bei der Zahl der Veranstaltungen als auch bei den Konzertbesuchen. Hamburg erreicht bei den Besucherzahlen den zweiten Platz, gefolgt von Köln.

Bei den Konzertlocations steht 2025 erstmals die Lanxess-Arena in Köln an der Spitze. Rund 1,31 Millionen Musikfans besuchten dort im Jahresverlauf Konzerte. Damit löst die Arena den Münchner Olympiapark als besucherstärksten Konzertstandort ab.

Exklusive Einblicke in die deutsche „Song Economy“

Die vollständige Analyse hat die GEMA auf ihrer Datenplattform „Song Economy“ veröffentlicht. In die Auswertung fließen alle Konzerte der Unterhaltungsmusik in Deutschland ein, die an die GEMA gemeldet wurden.
Auf ihrer Website macht die GEMA ausgewählte Daten aus ihrem umfangreichen Bestand zugänglich und schafft mehr Transparenz über die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung von Musik in Deutschland.