GEMA erzielt sehr gutes Geschäftsergebnis 2025 in einem herausfordernden Marktumfeld

Höhere Ausschüttung und niedrigere Kosten: Die GEMA hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Die Verteilungssumme belief sich insgesamt auf 1,15 Milliarden Euro (2024: 1,13 Milliarden Euro), die Gesamterträge lagen bei 1,34 Milliarden Euro (2024: 1,33 Milliarden Euro). Ähnlich wie der Musikmarkt insgesamt konnte die GEMA damit trotz herausfordernder Rahmenbedingungen ein Wachstum erzielen. Dank konsequentem Kostenmanagement sowie gezielter Digitalisierungs- und Automatisierungsmaßnahmen in der Administration sank der Gesamtkostensatz um 0,8 Prozentpunkte auf 14,1 Prozent. Damit behauptet sich die GEMA in einem von Disruption und geopolitischen Unwägbarkeiten geprägten Musikmarkt und zeigt sich erneut als zuverlässige Partnerin an der Seite ihrer über 100.000 Mitglieder.

Zentrale Wachstumstreiber waren vor allem der Bereich der Live- und Hintergrundmusik in Deutschland sowie das digitale Geschäft. Musik bringt Menschen zusammen – ob in Clubs, Bars oder auf Konzerten. Insbesondere kleinere und mittlere Veranstaltungen, wie Party- oder regionale Musikveranstaltungen entwickelten sich positiv und lagen über dem Niveau der Vorjahre. Im kleineren und mittleren Veranstaltungsmarkt konnte die GEMA durch die laufende Optimierung der Verarbeitungsprozesse ca. 85.000 Veranstaltungen mehr abrechnen als im Vorjahr. Dadurch konnten Umsatzrückgänge durch weniger stattfindende Stadion- und Großkonzerte sowie der Sondereffekt der Fußball EM aus 2024 nahezu kompensiert werden. Mit 870.000 stattfindenden Veranstaltungen liegt die Anzahl der Veranstaltungen im Geschäftsjahr 2025 auf Vorjahresniveau. In Summe generierte der Bereich Live- und Hintergrundmusik einen Ertrag von 530 Millionen Euro (2024: 502 Millionen Euro).

„Der Musikmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, und die GEMA gestaltet diesen aktiv mit. Wir modernisieren unsere Strukturen, sind eine verlässliche Partnerin für unsere Mitglieder und bauen unsere internationale Vernetzung kontinuierlich aus. Dabei setzen wir uns konsequent für die Rechte unserer Mitglieder ein – wie das Urteil gegen OpenAI im November 2025 zeigt, mit dem wir einen ersten Erfolg am KI-Markt erzielen konnten. So schaffen wir die Grundlagen, um einen nachhaltigen Lizenzmarkt zu etablieren und die kreativen Leistungen unserer Mitglieder auch in neuen Nutzungskontexten fair zu vergüten“, so Dr. Tobias Holzmüller, CEO der GEMA.

Die GEMA setzte auch im digitalen Geschäft ihr Wachstum fort, vor allem im Bereich Music-on-Demand. Neue Vereinbarungen mit großen Digital Service Providern, darunter Plattformen wie Spotify und Amazon Music, sorgten für steigende Erträge. Auch die Erträge im Bereich Video-on-Demand konnten 2025 erneut ausgebaut werden und generierten ein Plus von 4,1 Millionen Euro. So wurde insgesamt im vergangenen Geschäftsjahr ein Ertrag von 328 Millionen Euro erzielt, welcher ein Plus von 17,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (2024: 310 Millionen Euro) bedeutet. 

„Das Jahr 2025 war gesamtwirtschaftlich kein einfaches Jahr. Umso erfreulicher ist, dass die GEMA erneut ein sehr gutes Geschäftsergebnis erzielen konnte. Während sich rückläufige Bereiche wie der Werbemarkt oder physische Tonträger in unseren Ergebnissen bemerkbar machen, konnten positive Entwicklungen im Live-Bereich und Online-Geschäft diese Rückgänge kompensieren. Darüber hinaus wächst die GEMA zunehmend international und vertritt die Rechte zahlreicher Urheberinnen und Urheber auch im Ausland. Ein Bereich, für den wir weiteres Wachstumspotenzial sehen. Für 2026 bleibt unser Anspruch klar: die finanzielle Stabilität der GEMA sichern und so bestmögliche Ausschüttungen für unsere Mitglieder gewährleisten“, sagt Lorenzo Colombini, CFO der GEMA.

Im Jahr 2025 hat die GEMA ihre serviceorientierte Weiterentwicklung konsequent vorangetrieben. Dazu zählt die vollständige Cloud-Migration, die für mehr Flexibilität, schnellere Prozesse und eine höhere Systemstabilität sorgt. Mitglieder, Kundinnen und Kunden profitieren von zuverlässigeren Services, kürzeren Bearbeitungszeiten durch KI-Lösungen im operativen Geschäft sowie auch schnelleren Ausschüttungen. Parallel wurden zentrale Systeme modernisiert, um Daten und Ausschüttungen effizienter und transparenter zu verwalten. Auch die Automatisierung im Live-Bereich wurde ausgebaut: Veranstaltungsdaten werden heute weitgehend standardisiert erfasst und verarbeitet. 

Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von über 100.000 Mitgliedern (Komponistinnen und Komponisten, Textdichterinnen und Textdichter, Musikverlage) sowie von über zwei Millionen Rechteinhaberinnen und Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.

Hinweis an die Redaktion: Weitere Informationen zu den Fokusthemen und zur wirtschaftlichen Lage der GEMA 2025 sowie den Transparenzbericht finden sich auf unserer Website: http://geschaeftsbericht.gema.de/

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Pressemeldung zum Geschäftsbericht 2025