Die Mitgliederversammlung vom 5. bis 7. Mai in Berlin steht unmittelbar bevor. Wir gehen von einer hohen Beteiligung aus. Dies ist von besonderer Bedeutung, da grundlegende Reformen anstehen. Die Neuausrichtung der GEMA Kulturförderung ist innerhalb der Mitgliedschaft so intensiv diskutiert worden wie kaum ein anderes Thema zuvor. Wie Sie der Tagesordnung entnehmen können, sind hierzu auch zwölf Mitgliederanträge eingegangen.
Bereits in den letzten Wochen wurden von Aufsichtsrat und Vorstand sämtliche Anträge zur Mitgliederversammlung geprüft und inhaltlich abgewogen. Auf dieser Grundlage haben Aufsichtsrat und Vorstand heute ihre Anträge im Rahmen der jährlichen Auftaktsitzung teilweise nochmals angepasst.
Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Mitgliederanträge zur Kulturförderung, aus denen - auch unter Berücksichtigung des intensiven Mitgliederdialogs - nun weitere Impulse in den Antrag von Aufsichtsrat und Vorstand der GEMA („Antrag 15“) integriert wurden. Die beschlossenen Modifikationen kommen zwei Grundanliegen aus dem E-Bereich entgegen, ohne den Antrag in seiner Grundstruktur zu verändern.
- Wir schlagen vor, die Verteilung in der neu eingerichteten Sparte für Contemporary Classic (CCL) bis zu einem Veranstaltungsinkasso von 250 € auf eine kollektive Basis zu stellen. Jede Musikminute soll in diesem Bereich gleich viel wert sein. Damit wird dem Anliegen, ein solidarisches Element der Verteilung zu erhalten, Rechnung getragen.
- Die Förderkommission, die die neue Fokusförderung umsetzen und weiterentwickeln wird, soll aufgrund der Bedeutung dieser Aufgabe unmittelbar von der Mitgliederversammlung gewählt werden.
Aufsichtsrat und Vorstand stellen diesen „Änderungsantrag zu TOP 15“ zur Abstimmung in der Mitgliederversammlung 2026.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Ralf Weigand sagt dazu: "Wir haben in den letzten Jahrzehnten in unserem Verein auch bei schwierigsten Konflikten letztlich immer einen für alle Seiten akzeptablen Lösungsweg gefunden. Mit diesem aktuellen, nochmals auf Realisierungsprüfungen der von unseren Mitgliedern eingebrachten Änderungswünschen basierenden Antrag sollte nun auch bei dieser zukunftsweisenden Reform die Zustimmung aller Beteiligten möglich sein.”