„Digitale Technologien, Künstliche Intelligenz und reduzierte öffentliche Kulturetats verändern die Rahmenbedingungen in der Musikbranche dramatisch, für alle Genres. Deshalb übernehmen wir als Aufsichtsrat der GEMA Verantwortung und haben die Neue GEMA Kulturförderung auf den Weg gebracht. Diese stellen wir bei der Mitgliederversammlung 2026 erneut zur Abstimmung. Wichtig ist: Die Gesamtfördergelder werden nicht gekürzt, die bisherige U-Wertung bleibt unangetastet.
Als Gremium, das demokratisch von der Mitgliederversammlung gewählt wird und somit die gesamte Mitgliedschaft repräsentiert, ist es unsere Aufgabe, dem tiefgreifenden Wandel in der gesamten Musikwelt verantwortungsvoll zu begegnen. Daher haben wir in unserem Antrag zur Neuen GEMA Kulturförderung die unterschiedlichen Interessen aller GEMA Mitglieder in einem Kompromiss fair und solidarisch ausbalanciert.
Wir wollen die zur Verfügung stehenden Fördermittel gezielt dort einsetzen, wo sie echte Wirkung entfalten, all unseren Mitgliedern Chancen eröffnen, Innovation stärken und unseren Nachwuchs unterstützen. Zugleich wird es für unsere Mitglieder aus dem bisherigen E-Bereich weiterhin eine besondere Förderung geben. Mit der Neuausrichtung stärken wir das Instrument der Förderung insgesamt. Sie stellt die Weichen, dass die GEMA auch in Zukunft für ihre Mitglieder eine starke Partnerin sein wird.“
Zur Einordnung:
- Die U-Wertung wird nicht abgeschafft, sondern nur umbenannt in Allgemeine Förderung. Der Begriff „Förderung“ soll verdeutlichen, worum es hier im Kern geht.
- Auf die Neue GEMA Kulturförderung ist Verlass. Förderung bleibt ein zentraler Bestandteil der GEMA.
- Wir anerkennen die spezielle Förderwürdigkeit des E-Bereichs. E erhält weiterhin eine besondere Förderung mit reservierten Mitteln (Fokus CCL). Hierfür haben sich die Vertreter aller Kurien im Aufsichtsrat gemeinsam eingesetzt und unterstützen damit nachhaltig den weiter bestehenden Solidaritätsgedanken.
