Bericht zur Informationsveranstaltung mit dem Fokus Jazz

Am 19. März 2026 fand eine weitere digitale Informationsveranstaltung zur geplanten Neuausrichtung der GEMA Kulturförderung statt, diesmal mit besonderem Fokus auf den Jazz. Aus der Perspektive derjenigen GEMA  Mitglieder, die als Urheber*innen oder Verlagsvertreter*innen im Bereich Jazz tätig sind, wurden dabei der Antrag zur Neugestaltung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie dessen Zielsetzungen und Chancen erläutert (siehe Präsentation).

Die bestehenden Unterschiede in der gegenwärtigen Förderung für den Jazz machten den Reformbedarf anschaulich: Derzeit erhalten wenige Jazz-Mitglieder, deren Werke sich zwischen Neuer Musik und Jazz bewegen und als E-Musik eingestuft sind, hohe Fördersummen. Der überwiegende Teil der Jazz-Mitglieder hat hingegen nur einen geringen oder keinen Anteil an der Förderung. Der von Vorstand und Aufsichtsrat eingebrachte Antrag zur Neuausrichtung der GEMA Kulturförderung eröffnet demgegenüber erstmals neue Chancen für die Breite der Jazz-Mitglieder, insbesondere auch den Nachwuchs. Perspektivisch werden viel mehr Mitglieder aus dem Jazz Bereich GEMA Förderungen erhalten.

In diesem Zusammenhang wurden auch konkrete Zahlen genannt: Sofern die Mitgliederversammlung dem Antrag zustimmt, stehen bereits ab dem Jahr 2027 rund 500.000 EUR im Fördermodul Fokus Repertoire für den Jazz zur Verfügung. Darüberhinaus könnten Jazz-Mitglieder im Fokus Impuls bis zu 10.000 Euro Projektförderung beantragen.

Die anschließende Diskussion bot Raum für einen intensiven Austausch. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Fragen zur vorgeschlagenen Neuausrichtung zu stellen. Neben grundsätzlichen Fragen stand insbesondere die Funktionsweise der geplanten werkbezogenen Förderung des Fokus Repertoire und deren technische Umsetzung im sogenannten „Mischpult“ im Mittelpunkt des Interesses.