Fred Jay Preis

Wer soll den Fred Jay Preis 2019 mit nach Hause nehmen?

Nominierungsstart: bis zum 31. Oktober 2018 können Mitglieder der GEMA ihre Nominierungen für den Fred Jay Preis einreichen. Wichtigstes Kriterium für eine Nominierung ist der Beitrag zur Entwicklung der deutschsprachigen Musikkultur und des populären deutschen Liedes im Besonderen. Alle Informationen rund im die Nominierung und Preisvergabe finden Sie im Statut des Fred Jay Preises.


Bitte senden Sie Ihre Nominierungsvorschläge mit den folgenden Unterlagen bis zum 31. Oktober 2018 per Post oder E-Mail an unten stehenden Kontakt:
 

  • Begründung für die Nominierung
  • Kurzbiografie und/oder Website bzw. Social Media Referenzen des Vorgeschlagenen
  • Angabe des musikalischen Genres des Vorgeschlagenen
  • Hör- bzw. Textbeispiele mit Veröffentlichungsvermerk
     
     
    Bitte senden Sie Ihre Nominierungsvorschläge an:
     
    Per Post:
    GEMA – Fred Jay Preis
    Direktion Kommunikation
    Rosenheimer Str. 11
    81667 München
     
    Per E-Mail: kommunikation@gema.de

Fred Jay Preis 2018: Inga Humpe heizt Berliner Columbiahalle ein

Am 15. Mai 2018 nahm Inga Humpe den Fred Jay Preis 2018 in Berlin entgegen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des GEMA-Mitgliederfestes statt.

Starke Stimmen, laute Beats und rund 800 Komponisten, Textdichter und Verleger läuteten am Dienstagabend auf dem GEMA-Mitgliederfest in der Berliner Columbiahalle die jährliche Mitgliederversammlung der GEMA ein. Der Abend stand im Zeichen von 30 Jahren ausgezeichneter Textdichtung: seit 1989 wird der Fred Jay Preis an Textdichterinnen und Textdichter verliehen, die die deutsche Musikkultur besonders prägen. Michael J. Jacobson, Preisstifter und Sohn des verstorbenen Fred Jay, betonte in seiner Rede: „In einer Welt, wo Popularität und Populismus eine so große Rolle spielen, haben juryausgezeichnete Preise eine größere Wichtigkeit denn je. Sie erlauben es, gesellschaftliche Werte zu unterstützen und geben ein wenig Halt angesichts der immer stärker wehenden Winde des Popularismus.“

Dem schloss sich Laudator Benjamin von Stuckrad-Barre an: „Der Fred Jay Preis ist ein würdiger Preis, dessen Vergabe nicht nach stumpfen Verkaufsparametern berechnet wird – beim Fred Jay Preis wird Qualität und nicht Quantität beurteilt und das allein ist für kulturelle Errungenschaften ein akzeptables Kriterium. Alles andere ist Unsinn.“ Über die Preisträgerin sagte er: „Inga Humpe ist eine große Ermöglicherin, eine Erklärerin des Großstadtlebens, eine Poetin des Nachtlebens. In ihrem Werk geht es immer um das Allergrößte: die Liebe. Wie sie nachts plötzlich und aus dem Nichts beginnt, wie sie sich am Tag danach anfühlt – und wie es schmerzt, wenn sie sich im Morgengrauen verflüchtigt. Mit jeder neuen Platte nimmt Inga Humpe sich dieses Mysteriums an,  ihre Texte verhandeln das Glück und die Traurigkeit, den Tag und die Nacht – und darin uns Menschen, jeder auf seine Art klein und anrührend. Inga Humpes textdichterische Mittel sind vielgestaltig, ein besonders auffälliges besteht in ständigen Perspektivenwechseln; da mischen sich Außenbeobachtung und Binnensicht, Chorus-Slogans und Selbstgespräch. Es ist ein Werk, das lebt im steten Zwiegespräch Mensch-Liebe.”

Die sichtlich gerührte Preisträgerin Inga Humpe fand starke Worte in ihrer Dankesrede: „Frauen in der Musikindustrie – das ist ein Thema, über das ich nicht sprechen möchte, weil ich uns allen jetzt hier nicht den Abend verderben will. Aber Frauen sind keine Minderheit. Deswegen lasst uns alle dafür kämpfen, dass dies auch hier abgebildet wird, dass Frauen keine Minderheit sind. Uns ist wichtig, dass Musik, und das versuche ich auch in meinen Texten zu sagen, Menschen zusammenbringt und Freiheit und Freude stiftet. Und nicht, dass Musik dazu benutzt wird, um Hass und Verachtung zu schüren.“

In dem anschließenden Mini-Konzert heizte das Duo 2raumwohnung spätestens mit „36grad“ die Stimmung in der Columbiahalle an.

Pressekontakt

Nadine Remus
Senior Kommunikationsmanagerin

E-Mail: nremus@gema.de
Telefon: +49 89 48003-583

Jury

Die Jury des Fred Jay Preises setzt sich aus den zwei Vertretern der Berufsgruppe „Textdichter“ im Kulturausschuss der GEMA und drei ehemaligen Preisträgern des Fred Jay Preises zusammen. Die Juroren sind jeweils für drei Jahre im Amt.


Die Juroren 2018-2020

Burkhard Brozat – GEMA-Mitglied und Mitglied im GEMA-Aufsichtsrat
Frank Ramond – GEMA-Mitglied und Mitglied im GEMA-Aufsichtsrat
Pe Werner – dt. Singer-Songwriterin
Anna Depenbusch – dt. Liedermacherin
Claudia Jung – dt. Singer-Songwriterin

Preisträger

Der mit 15.000 Euro dotierte Fred Jay Preis wird traditionell im Rahmen des Mitgliederfestes der GEMA verliehen, welches am ersten Tag der jährlichen Mitgliederversammlung stattfindet.


Bisherige Preisträger

1989: Julia Neigel
1990: Rio Reiser
1991: Hartmut Engler
1992: Pe Werner
1993: Wiebke Schroeder
1994: Burkhard Brozat
1995: Heike Neumeyer
1996: Bruno Jonas
1997: Kim Fisher und Karin Kuschik
1998: Alexander M. Helmer
1999: Die Prinzen: Jens Sembdner, Wolfgang Lenk, Henri Schmidt, Tobias Künzel und Sebastian Krumbiegel
2000: Heinz-Rudolf Kunze
2001: Ayman und sein Team
2002: Claudia Jung
2003: Xavier Naidoo
2004: Nena
2005: Peter Maffay
2006: Silbermond
2007: Rosenstolz
2008: Roger Cicero und Team
2009: Katja Ebstein
2010: Frank Ramond
2011: Clueso
2012: Anna Depenbusch
2013: Cäthe (Catharina Sieland)
2014: Dota Kehr
2015: Marcel Brell
2016: Die Fantastischen Vier: Michael Bernd Schmidt, Thomas Dürr, Michael Beck und Andreas Rieke
2017: Johannes Oerding
2018: Inga Humpe

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