Über den Preis

Mit dem Fred Jay Preis werden seit über 30 Jahren deutsche Textdichter und Textdichterinnen geehrt, die mit ihren Texten in hohem Maß zur Entwicklung des deutschen Liedguts und der deutschsprachigen Musikkultur maßgeblich beigetragen haben.

Der Fred Jay Preis wurde von Mary Jay-Jacobson 1989 in Gedenken an ihren Mann, den österreichischen Textdichter Fred Jay (1914-1988), ins Leben gerufen. Seither wird die Auszeichnung jährlich an eine Textdichterin oder einen Textdichter verliehen. Seit dem Tod von Mary Jay-Jacobson im Jahr 2010 führt Michael J. Jacobson, der Sohn von Fred Jay und Mary Jay-Jacobson, als Stifter den Preis weiter, indem er der GEMA-Stiftung die Preissumme zur Verfügung stellt. Der Fred Jay Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

 

„[…] Diese Welt, diese Welt hat das Leben uns geschenkt
Sie ist dein, sie ist mein, es ist schön auf ihr
Was werden soll, liegt an dir. […]“

(Songtext „Diese Welt“; Textdichter: Zimmermann/Jay, 1971; Interpretin: Katja Ebstein)

Als Friedrich Alex Jacobson wurde der Textdichter Fred Jay am 27. Juli 1914 in Linz geboren und verstarb am 27. März 1988 in Greenwich/Connecticut.

„Mein Vater war der Auffassung, dass populäre Kunst auch qualitativ hochwertig sein muss. Er hat manchmal mit Humor, manchmal spielerisch, aber immer durchdacht und kunstvoll gearbeitet. Und er hat sein Publikum immer respektiert. Das ist meiner Meinung nach ein Grund seines Erfolges.“

Michael Jacobson, Sohn Fred Jays und Stifter des Fred Jay Preises

Er war einer der herausragenden Textdichter seiner Zeit. Aus seiner Feder stammen Evergreens wie „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ oder „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“. Zu seinen Welterfolgen gehören auch die Texte, die er für Boney M. schrieb: „Rasputin“ etwa verkaufte sich weltweit 7,5 Millionen Mal. 1938 emigrierte Jacobson in die USA, 1963 kehrte er zurück nach Deutschland. In den 60er- und 70er Jahren sangen die Stars dieser Zeit seine Lieder. Er textete u. a. für Udo Jürgens, Katja Ebstein oder Howard Carpendale.