GEMA erwirbt Mehrheitsbeteiligung an Zebralution

Die GEMA hat im Dezember 2019 eine Mehrheitsbeteiligung an der Zebralution GmbH erworben, einem innovativen und wirtschaftlich erfolgreichen Digitalvertrieb in der Musikwirtschaft. Nach der Gründung des internationalen Joint Ventures ICE und dem Ausbau ihres digitalen Serviceangebotes geht die GEMA so den nächsten strategischen Schritt in Richtung Wachstum und Digitalisierung.

Das Unternehmen mit Sitz in Berlin wurde 2004 als erster Digitalvertrieb für Independent-Label in Europa gegründet und vermarktet derzeit über 1.000 Label und Hörbuchverlage aus aller Welt.  Zebralution agiert weiterhin als eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der GEMA.

„Mit der Beteiligung an Zebralution investiert die GEMA gezielt in ihre Zukunftsfähigkeit. Unsere Mitglieder können wir mit Zebralution künftig auch beim digitalen Vertrieb ihrer Musikwerke unterstützen. Dadurch steigern wir signifikant die Relevanz der GEMA im digitalen Musikmarkt“, erklärt Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA.

„Wir freuen uns sehr, mit der GEMA den idealen, leistungsstarken Partner gefunden zu haben. Dies ist auch ein Brückenschlag für Musikschaffende und Interpreten, verbunden mit dem gemeinsamen Ziel einer fairen Vergütung der Kreativen“, sagt Kurt Thielen, Gründer und Geschäftsführer von Zebralution.

Wachstumsmarkt Podcasts und Hörbücher

Neben der digitalen Musikdistribution ist Zebralution auch in der Vermarktung von weiterem Audio-Content aktiv. Das zu diesem Zweck gegründete Tochterunternehmen zebra-audio.net ist auf die Distribution und den Vertrieb von Podcasts spezialisiert. „Die Bedeutung von Podcasts und Hörbüchern hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Audio als Content-Format ist ein Wachstumsmarkt, dessen enorme Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind“, sagt Sascha Lazimbat, ebenfalls Gründer und Geschäftsführer von Zebralution.

FAQs

Eine moderne Rechtewahrnehmung erfordert es, Mitgliedern auch zeitgemäße Services anbieten zu können. Durch die Beteiligung wird die GEMA gemeinsam mit Zebralution ihren Mitgliedern mittelfristig eine effiziente Wahrnehmung aller ihrer im digitalen Musikmarkt relevanten Rechte anbieten können.

Dies steht in Einklang mit dem Treuhand-Auftrag der GEMA: Die treuhänderische Wahrnehmung übertragener Rechte erschöpft sich nicht in einem isolierten Angebot dieser Rechte auf dem Markt. Als Treuhänderin muss die GEMA die ihr übertragenen Rechte vielmehr umfassend im Sinne ihrer Mitglieder verwalten und alles tun, was zur Wahrung und Wahrnehmung der ihr übertragenen Rechte erforderlich oder förderlich ist. Hierzu zählen auch wirtschaftliche Aktivitäten, die die Position und Vermarktungsmöglichkeiten der GEMA und damit ihrer Mitglieder stärken und verbessern und somit eine effektive Wertschöpfung zugunsten ihrer Mitglieder ermöglichen.

Durch die Digitalisierung des Musikmarkts agiert die GEMA in einem disruptiven Marktumfeld, das eine stete Anpassung ihres Geschäftsmodells erfordert. Die GEMA muss gezielt in die Zukunftsfähigkeit als Verwertungsgesellschaft investieren und ihre Relevanz im digitalen Musikmarkt steigern. Nur so kann sie ihrer Aufgabe als Treuhänderin dauerhaft bestmöglich gerecht werden und – über die bloße Wahrnehmung der übertragenen Rechte hinaus – die wirtschaftlichen Belange ihrer Mitglieder in Bezug auf deren Werkeoptimal fördern.

Die GEMA und Zebralution passen somit gut zusammen, da sie ein gemeinsames Ziel verfolgen: Die effiziente Wahrnehmung der ihnen jeweils übertragenen Rechte sowie eine vollständige und transparente Verteilung der von ihnen jeweils erzielten Lizenzvergütungen. Für die GEMA ist dabei ihre Rolle als fairer und unabhängiger Vertreter der Interessen ihrer Mitglieder zentral und die Basis der künftigen Zusammenarbeit mit Zebralution. Die Tätigkeit der GEMA wird auch weiterhin uneigennützig und nicht auf die Erzielung von Gewinnen gerichtet bleiben.

Die Mehrheitsbeteiligung wurde aus den liquiden Mitteln der GEMA bestritten und wirkt sich nicht negativ auf die Verteilsumme der Mitglieder aus. Die Zebralution ist wirtschaftlich erfolgreich und die von ihr erzielten Gewinne werden in den kommenden Jahren in die Refinanzierung des Kaufpreises fließen.

Durch die Digitalisierung des Musikmarkts agiert die GEMA in einem disruptiven Marktumfeld, das eine stete Anpassung ihres Geschäftsmodells erfordert. Die digitale Musiknutzung boomt und immer neue Geschäftsmodelle treten in den Markt. Der digitale Vertrieb von Musik sowie von Formaten wie Podcast und Hörbuch gewinnen rasant an Bedeutung. Die GEMA hat das Potenzial dieses Wachstumssegments im Musikmarkt erkannt. Mit der Mehrheitsbeteiligung an Zebralution sichert sie sich als eine der ersten Verwertungsgesellschaften die wirtschaftliche Teilhabe daran, erweitert ihr Leistungsportfolio und entwickelt ihre digitalen Services und Technologien weiter.

Damit investiert die GEMA gezielt in die Zukunftsfähigkeit der Verwertungsgesellschaft und steigert ihre Relevanz im digitalen Musikmarkt. Nach der Gründung des internationalen Joint Ventures ICE und dem Ausbau ihres digitalen Serviceangebotes, geht sie den nächsten strategischen Schritt in Richtung Wachstum und Digitalisierung.

Mit der Beteiligung an Zebralution kann sich die GEMA in der Musikwirtschaft und Digitalszene sichtbar platzieren. Sie stärkt damit ihre Präsenz in der Musikhauptstadt Berlin, in der inzwischen alle relevanten Unternehmen der Musik- und Kreativszene angesiedelt sind.

Zebralution wurde 2004 als erster Digitalvertrieb für Independent-Label in Europa ge-gründet. Das Unternehmen vermarktet derzeit über 1.000 Label und Hörbuchverlage weltweit. 2018 hat Zebralution zudem das Tochterunternehmen zebra-audio.net gegründet, das auf die Distribution von Podcasts spezialisiert ist. Mehr unter: www.zebralution.com

Das Unternehmen hat rund 45 Mitarbeiter und ist international vertreten.

Die Zebralution GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Zudem ist Zebralution an folgenden Standorten vertreten: Amsterdam, Paris, London, Bochum, Köln, Leverkusen (EMS GmbH).

Die GEMA hat eine Mehrheitsbeteiligung von 75,1% der Geschäftsanteile an der Zebralution GmbH (als Konzernobergesellschaft) erworben.

Die GEMA und Zebralution verfolgen klare gemeinsame Ziele, unter anderem will die GEMA mit Zebralution zeitgemäße Services des digitalen Musikvertriebs aufbauen. Dies umfasst beispielsweise Angebote, die sich direkt an ausübende Künstler richten (Business2Artist), die ohne Label oder Plattenfirma ihre Musik über digitale Musikanbieter an die Hörer bringen wollen. Dies ist besonders interessant für die Singer-Songwriter unter den GEMA-Mitgliedern, die zukünftig ihre Urheberrechte und andere relevante Rechte jeweils unter dem Dach der GEMA wahrnehmen lassen können. Zudem sollen neue Angebote für Musikschaffende entwickelt werden, die dem Bedarf digitaler Musikvermarktung entsprechen.

Zebralution hat mit der GEMA den idealen, leistungsstarken Partner gefunden. Der gemeinsame Fokus liegt dabei auf der fairen Vergütung der kreativen Leistungen aller Musikschaffenden.

Für Zebralution ist es sehr attraktiv, neben dem derzeitigen Angebot an Label und Hörbuchverlage zukünftig mit der GEMA neue Geschäftsfelder zu entwickeln. Dies umfasst unter anderem Angebote, die sich direkt an Singer-Songwriter richten (Business2Artist), die ohne Label oder Plattenfirma ihre Musik über digitale Musikanbieter an die Hörer bringen wollen. Zudem sollen neue Angebote für Musikschaffende entwickelt werden, die dem Bedarf digitaler Musikvermarktung entsprechen.

Zebralution wird als eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der GEMA agieren.

Zebralution wird als eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der GEMA agieren. Der Hauptsitz in Berlin bleibt bestehen.

Zebralution wird als eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der GEMA agieren. Die bisherigen Eigentümer von Zebralution, Kurt Thielen, Christof Ellinghaus, Sascha Lazimbat und Konrad von Löhneysen, bleiben dem Unternehmen verbunden. Sascha Lazimbat und Kurt Thielen werden ihre erfolgreiche Arbeit als Geschäftsführer von Zebralution fortsetzen.

Die GEMA wird aus ihren Reihen einen erfahrenen Mitarbeiter in das Team der Geschäftsführung von Zebralution entsenden.

Mit Zebralution kann die GEMA ihre Mitglieder zukünftig beim digitalen Vertrieb ihrer Musikwerke unterstützen. Mittelfristig sollen gemeinsam mit Zebralution den Mitgliedern eine effiziente Wahrnehmung aller ihrer im digitalen Musikmarkt relevanten Rechte angeboten und zeitgemäße Services des digitalen Musikvertriebs aufgebaut werden. Dies umfasst unter anderem Angebote, die sich direkt an Singer-Songwriter richten (Business2Artist), die ohne Label oder Plattenfirma ihre Musik über digitale Musikanbieter an die Hörer bringen wollen.

Die Preisgestaltung der einzelnen Serviceangebote, insbesondere des geplanten Business2Artist-Geschäfts, steht noch nicht fest. Im Laufe 2020 werden die GEMA und Zebralution das Leistungsportfolio konkretisieren und die Mitglieder informieren. Das Ziel der Beteiligung an Zebralution ist ganz klar, durch neue und verbesserte Services, zusätzliche Angebote oder eine attraktive Preisgestaltung die Mitglieder zu unterstützen.

Wir bitten um Verständnis, dass aus Gründen der Vertraulichkeit über den finalen Kaufpreis von beiden Parteien Stillschweigen vereinbart wurde. Das ergibt sich nicht zuletzt aus dem Umstand, dass die Verkäufer Privatpersonen sind. Der Kaufpreis ist dem Aufsichtsrat der GEMA jedoch ebenso wie die dahinterliegende Berechnung vollständig bekannt und wurde von diesem genehmigt. Die Angemessenheit des Kaufpreises wurde unabhängig voneinander durch zwei externe Unternehmen mit einschlägiger Expertise in der Unternehmensbewertung überprüft und für angemessen erachtet.

Die Mehrheitsbeteiligung wurde aus den liquiden Mitteln der GEMA bestritten (Working capital) und stellt keinen finanzwirtschaftlichen Aufwand dar. Demnach wirkt sich dieser Aufwand auch nicht negativ auf die Verteilsumme der Mitglieder aus. Bei dem erwarteten positiven Geschäftsverlauf von Zebralution kann der Kaufpreis über die Gewinne von Zebralution in den kommenden Jahren refinanziert werden.

Durch eine intensive Marktanalyse wurden 2018 einige potenzielle Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in die engere Wahl genommen und erste Gespräche geführt. Nach gründlicher Sondierung durch Vertreter der GEMA, Fachexperten und Wirtschaftsprüfer fiel die Entscheidung eindeutig auf Zebralution. Die Prüfung erfolgte u.a. im Hinblick auf folgende Kriterien: Finanzkennzahlen inkl. rechtlicher Aspekte, Mitarbeiterstruktur, Kundenstruktur und IT.

Wenn die GEMA ihre Ziele in Richtung Digitalisierung und Sicherung der Markpositionierung erfolgreich verfolgen will, dann muss auch die Beteiligung an modernen und wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen einen möglichen Weg darstellen. Derartige Unternehmen agieren in der Regel frei am Markt und haben eine Gewinnerzielungsabsicht. So ist es auch wichtig, dass solche Beteiligungen – wie eben auch die Mehrheitsbeteiligung an Zebralution – der GEMA auf Grundlage ihrer Satzung erlaubt sind. Der Akquise-Prozess wurde vom Aufsichtsrat der GEMA beschlossen und der Kaufprozess kontinuierlich vom Deutschen Patent- und Markenamt (der Aufsichtsbehörde der GEMA) begleitet. Für die GEMA wird sich durch die Beteiligung an Zebralution nichts an ihrer Rolle als fairer und unabhängiger Vertreter der Interessen ihrer Mitglieder ändern. Sie wird vielmehr auch die Basis der künftigen Zusammenarbeit mit Zebralution darstellen. Die Tätigkeit der GEMA wird dabei weiterhin uneigennützig und nicht auf die Erzielung von Gewinnen gerichtet bleiben. Es ist unter diesem Aspekt vielmehr so, dass die GEMA und Zebralution gut zusammenpassen, da sie ein gemeinsames Ziel verfolgen: Die effiziente Wahrnehmung der ihnen jeweils übertragenen Rechte sowie eine vollständige und transparente Verteilung der jeweiligen Lizenzvergütungen.

Die satzungsmäßige Aufgabe der GEMA ist es, die ihr eingeräumten Rechte bestmöglich wahrzunehmen und zu verwerten. Dazu ist ausdrücklich auch die Beteiligung an Unternehmen gestattet.

Die Zebralution ist derzeit ein profitables Unternehmen, das kontinuierlich Gewinne erzielt. Es gibt zurzeit keine Indikationen dafür, dass sich dies zukünftig ändern sollte. Sollte es dennoch in Zukunft zu Verlusten bei der Zebralution kommen – z.B. durch Investitionen in neue Geschäftsfelder – so haben auch diese keine negativen Auswirkung auf den Kostensatz der GEMA und die Verteilungssumme der GEMA an ihre Mitglieder, da diese von der Gesellschaft selbst getragen werden. Dies wäre nur dann der Fall, wenn der Unternehmenswert der Zebralution unterhalb des Niveaus des Kaufpreises fallen würde und dieser wertberichtigt werden müsste. Aus diesem Grund haben wir die Transaktion zum Anteilserwerb so strukturiert, dass die erwarteten Gewinne der Zebralution unmittelbar zur Rückzahlung und Reduzierung des in der Bilanz der GEMA aktivierten Kaufpreises führen. Somit reduziert sich kontinuierlich der eventuelle Wertberichtigungsbedarf bezogen auf den Kaufpreis. Eine eventuelle Wertberichtigung des Kaufpreises ist derzeit weder abzusehen noch auf Grund der Entwicklung des Unternehmens und des Marktes anzunehmen.

Das DPMA wurde im Zuge der Sitzungen des GEMA Aufsichtsrates kontinuierlich und umfassend über die Beteiligung informiert und hat diese in keiner Weise beanstandet.

Der Aufsichtsrat der GEMA wurde kontinuierlich und vollumfänglich über alle Schritte des Akquisitionsprozesses informiert und hat diese beschlossen.

Gemäß der Satzung der GEMA ist der Aufsichtsrat zuständig für die Entscheidung über Unternehmensbeteiligungen. Dieser hat die Transkation nach umfassender Prüfung beschlossen. Die Mitglieder der GEMA werden – wie auch bei früheren Beteiligungen, z.B. ICE – umfassend über den Erwerb und die weitere Entwicklung informiert.

Die GEMA und Zebralution arbeiten im Dienste ihrer Mitglieder und Kunden gemeinsam an einer kontinuierlichen Verbesserung der Abrechnungstransparenz und Nutzungserfassung von digitalen Musikplattformen. Geschäftsgeheimnisse und vertrauliche Vertragsdetails bleiben gewahrt.

Pressedownloads

Pressemeldung

Kurt Thielen (c. Franziska Sinn)

Sascha Lazimbat (c. Camilla Blake)

Christof Ellinghaus (c. Franziska Sinn)

Konrad von Löhneysen (c. Franziska Sinn)

Dr. Harald Heker (c. Sebastian Linder)