, Die GEMA

26. April 2020 – Welttag des Geistigen Eigentums

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA:

Vom digitalen Wohnzimmerkonzert über die live gestreamte Opernaufführung bis hin zum virtuellen Festival – die Musikschaffenden haben in den letzten Wochen großes Improvisationstalent bewiesen und viel Zuspruch und Unterstützung in der Gesellschaft erfahren. Allerdings zeigt sich gerade jetzt wie unter einem Brennglas, woran es im Internet weiterhin mangelt: Für kreative Leistungen eine angemessene Vergütung zu erhalten. Konkrete Lösungsansätze liegen mit der 2019 verabschiedeten EU-Urheberrechtsrichtlinie auf dem Tisch, sie müssen von der Politik noch in dieser Legislaturperiode in deutsches Recht umgesetzt werden.

Dr. Ralf Weigand, Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA:

Im Lockdown wird drastisch klar, wie abhängig wir als kulturelle Wesen von Musik, Literatur, bildender Kunst oder Filmen sind, und wieviel Kraft und Inspiration wir daraus schöpfen. Kulturschaffende erfahren daher momentan durchaus auch beachtliche Solidarität aus der Gesellschaft. Als Komponist hoffe ich sehr, dass diese Wertschätzung kultureller Leistungen gerade im Hinblick auf eine nachhaltige, ‚grüne‘ Zukunft über die Krise hinaus erhalten bleibt. Denn was könnte die Kunst nachhaltiger stärken und absichern als unser wertvolles europäisches Konzept des Urheberrechts.