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Was macht eigentlich... ein Saxophonbauer?

Tag des Saxophons – am 6. November ist der Ehrentag des Holzblasinstruments. Zu diesem Anlass haben wir die Münchner Saxophon Koryphäe Max Frei – der eine Werkstatt zur Restaurierung, Überholung und Reparatur von hochwertigen Vintage-Saxophonen betreibt – über das Instrument und seine Arbeit befragt.


Wieso sind Sie Restaurateur und Reparaturfachmann für Saxophone geworden und was fasziniert Sie an diesem Instrument?
Instrumentenbauer wurde ich als meine Eltern mich im Alter von 16 Jahren in eine Ausbildung als Metallblasinstrumentenmacher steckten. (Die Entscheidung wurde nicht von mir selber getroffen) Später fing ich selber an, Saxophon zu spielen und entdeckte die Leidenschaft zu diesem Instrument, machte eine Zusatzausbildung als Holzblasinstrumentenmacher und begann mich 1997 ganz auf das Saxophon zu spezialisieren.

Was bedeutet die Corona-Pandemie für Ihren Betrieb?
Die Pandemie stellt für mich insoweit kein Problem dar, da die meisten Musiker nur wenig Auftrittsmöglichkeiten und deswegen Zeit haben, ihre Instrumente in Reparatur zu geben. Andererseits bin ich ständig mit dem Speichel, welcher sich in den Instrumenten befindet in Kontakt, weswegen ich die Saxophone nach Anlieferung erst mal für ein paar Tage in „Quarantäne“ lege.

Welches ist Ihr liebstes Stück auf dem Saxophon?
Da wäre mein Liebling: Strode Rode von Sonny Rollins - millionenfach kopiert und nie erreicht.

Oftmals sind Klavier und Gitarre bei Kindern (und teilweise auch Eltern) beliebter, als das Saxophon. Wie wecke ich die Leidenschaft für „Ihr“ Instrument bei Nachwuchsmusikern?
Um Interesse an einem Instrument zu wecken, sollte es den Kindern vorgeführt und gezeigt werden, was mit diesem Instrument alles zu machen ist und welche Ausdrucksmöglichkeit man damit hat. Und man sollte als Eltern auch mal akzeptieren, dass das Saxophon ein Blasinstrument und damit lauter als eine klassische Gitarre ist.

Was möchten sie dem Saxophon zu seinem Ehrentag wünschen?
Dem Saxophon würde ich gerne wünschen, aus der Ecke des Jazz mehr herauszufinden und Einzug zu halten in den anderen Musikrichtungen.