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Die CISAC veröffentlicht ihren Jahresbericht 2022

Ganz oben auf der Prioritätenliste: Steigerung der Tantiemen im Digitalbereich und Gesetze für einen stärkeren Urheberrechtsschutz


Die CISAC hat heute ihren Jahresbericht 2022 veröffentlicht, in dem sie ihre Arbeit zur Unterstützung des weltweit größten Netzwerks von Urheberrechtsgesellschaften darlegt.

Mitglieder der CISAC sind 228 Verwertungsgesellschaften, die gemeinsam die Rechte von insgesamt über vier Millionen Urheberinnen und Urhebern aus den Bereichen Musik, audiovisuelle Medien, bildende Kunst, Theater und Literatur verwalten.

Der Jahresbericht 2022 beinhaltet die vielfältigen Leistungen des Verbands, u. a. Lobbyarbeit, die Weiterentwicklung allgemein bewährter Branchenverfahren („Best Practice“), von Technologien und Systemen zur Unterstützung des Datenaustauschs, zur Werkidentifizierung und zur schnellen und exakten Tantiemenausschüttung. 

Im Bericht beschreibt die CISAC ihr Engagement zur Förderung besserer Gesetze zum Schutz von Urheberinnen und Urhebern sowie Rechteinhaberinnen und -inhabern in mehreren Ländern. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die jüngsten Solidaritätskampagnen der CISAC-Community im Rahmen ihrer globalen Initiative Creators for Ukraine zur Hilfe von ukrainischen Kreativschaffenden und Geflüchteten. Die CISAC-Gesellschaften haben bisher 1,4 Millionen Euro zu diesem Projekt beigetragen, die an einzelne Urheberinnen und Urheber sowie Wohltätigkeitsorganisationen für die Kriegsopferhilfe verteilt wurden.

In den Vorworten von CISAC-Präsident Björn Ulvaeus, dem Vorstandsvorsitzenden Marcelo Castello Branco und dem Generaldirektor Gadi Oron werden die derzeitigen Prioritäten und die Vision in Sachen Zukunftsstrategien der CISAC ausgeführt.
 

Zu den wichtigsten im Bericht beschriebenen Arbeitsbereichen gehören:

  • Erweiterung des ISWC (International Standard Musical Work Code) Systems und Verbesserungen beim Musikdaten-Reporting
  • Entwicklung digitaler Einkommensströme, einschließlich Live-Streaming und Videospiele
  • Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Urheberrechte
  • Ausweitung der Aufklärungskampagne zum Thema Buyouts (Your Music Your Future International)
  • vier neue Länder-Fallstudien zur Stärkung der Rechte von Drehbuchautorinnen und -autoren sowie Regisseurinnen und Regisseuren im audiovisuellen Bereich
  • Weiterführung der Lobbyarbeit für die internationale Umsetzung des Folgerechts für bildende Künstlerinnen und Künstler
  • Implementierung von Verwaltungsreformen für CISAC-Mitgliedschaften und für Kundendienstleistungen, die den Rechteverwaltungsunternehmen angeboten werden
     

In seinem Vorwort sagt CISAC-Generaldirektor Gadi Oron: „In einer Welt, die von einer Krise in die nächste schlittert, arbeitet die CISAC weiterhin zielstrebig und entschlossen, um unseren Mitgliedern, den Urheberinnen und Urhebern zu dienen sowie die Interessen im Bereich der kollektiven Rechtewahrnehmung zu wahren. Die Umstellung auf den digitalen Konsum in den letzten beiden Jahren führte zu einer Verschiebung unserer Prioritäten. Dazu gehören Live-Streaming, digitale Lizenzierung und eine verbesserte Unterstützung durch EDV-Systeme. Der Fokus unserer Lobby- und Aufklärungsarbeit lag bei den digitalen Rechten, Online-Einkommen und deren Bedeutung für den Lebensunterhalt von Urheberinnen und Urhebern in der Post-COVID-19-Welt.“

Der CISAC-Jahresbericht 2022 wird für die CISAC-Generalversammlung am 2. Juni 2022 veröffentlicht. Der Bericht steht in folgenden Sprachen zum Download bereit: Englisch, Französisch und Spanisch.

CISAC Jahresbericht 2022 (Englisch) zum Download

Zur Pressemeldung der CISAC

Pressekontakte

Nadine Remus
Senior Kommunikationsmanagerin
Telefon: +49 89 48003-583