, Ausschüttung & Verteilung

Das GEMA Ausschüttungsjahr 2021

Pandemiebedingte Einbußen und ein neuer Schutzschirm


Zuverlässig und pünktlich konnten wir trotz der Corona-Einschränkungen im vergangenen Jahr 2020 die GEMA Ausschüttungen durchführen. Diese waren noch weitgehend von den Auswirkungen der Corona­pandemie verschont, da sie zeitversetzt zu den Nutzungen erfolgen – in vielen Sparten wurden in der Ausschüttung sogar Rekordsummen erreicht. Dies hat die dramatischen wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie für viele GEMA Mitglieder sicherlich erleichtert. Besonders Betroffene konnten ihre individuellen Belastungen zudem durch das GEMA Hilfspaket abfedern, in dem über 8 Mil­lionen Euro an mehr als 4000 Mitglieder ausbezahlt werden konnten.

Im Jahr 2021 wird es in einigen Nutzungsbereichen allerdings zu deutlichen Einbrüchen bei den Ausschüttungen kommen, die viele Mitglieder der GEMA spürbar treffen werden. In den Live- und Wiedergabesparten werden wegen des monatelangen Veranstaltungsverbots nur ca. 20 bis 50 Prozent des Vorjahresergebnisses verteilt werden können; das vermeintlich krisenfeste jahrzehntelange Wachstum der Veranstaltungs- und Konzertbranche hat durch die Pandemie einen erschütternden Einbruch erlitten. Aber auch andere GEMA Ausschüttungssparten, beispielsweise der Bereich des Senderechts, sind von den Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie relevant betroffen.

Um den GEMA Mitgliedern frühzeitig eine Orientierung zu den Ausschüttungen zu ermöglichen, haben der Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Ralf Weigand, und der Vorstandsvorsitzende, Dr. Harald Heker, den GEMA Mitgliedern in einem Schreiben entsprechende Ausschüttungsprognosen zur Verfügung gestellt.

Sie haben die GEMA Mitglieder auch darüber informiert, dass unmittelbar nach den Ausschüttungen im Live- und Senderechtsbereich im Juli 2021 ein neuer und erweiterter „Schutzschirm 2021“ aufgespannt werden wird, denn auch im Ausschüttungsjahr 2021 zeigt die GEMA ihre Stärke als Solidargemeinschaft Kulturschaffender.

Der Ausblick auf das Ausschüttungsjahr 2022 fällt erneut verhalten aus; die anhaltenden gesetzlichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus schränken Musikaufführungen und -wiedergaben erheblich ein. Als unmittelbare Folge zeigen sich in den aktuellen Erträgen bereits erneute Ausfälle in den betroffenen Spartenbereichen. Auch im Ausschüttungsjahr 2022 wird es für die GEMA Mitglieder daher zu spürbaren Einbrüchen kommen.

 

Die pandemiebedingten Ertragslücken des Jahres 2020 werden nun auch in den GEMA Ausschüttungen des Jahres 2021 sichtbar. Lichtblicke sind insbesondere der weiter deutlich wachsende Onlinebereich und die diesjährigen außerordentlich hohen GVA-Ausschüttungen. Wir werden bereichsübergreifend mit unseren GEMA Teams weiterhin alle Hebel in Bewegung setzen, damit Sie, unsere Mitglieder, zuverlässige und pünktliche Ausschüttungen erhalten.
Dr. Monika Staudt, Direktorin Vervielfältigung, Business Services & COE Verteilung (VBC)