Verteilung YouTube

Verteilung YouTube-Einnahmen

Informationen zur Verteilung zum 1. Dezember 2018

Hinweis (29.11.2018): Die aktuell erfolgte Verteilung der YouTube-Einnahmen für Nutzungen in Deutschland im Zeitraum 1. April 2009 bis 31. Oktober 2016 weist teilweisen Korrekturbedarf auf. Insbesondere wurde aufgrund eines technischen Fehlers in der Zuschlagsbasis (vgl. unten roter Kasten: „Sparten als Zuschlagsbasis“) Aufkommen in den Sparten FS, R, R VR, TFS und TFS VR nur teilweise, sowie in den Sparten DK und DK VR nicht berücksichtigt. Deshalb wird es für viele Berechtigte im kommenden Zahllauf per 1. Januar 2019 (und damit noch vor Jahresende) zu entsprechenden Korrekturen in den Sparten GOP und GOP VR kommen. Die Frist in Bezug auf einen Antrag auf Kompensation (vgl. unten: „WAS IST DER SOGENANNTE KOMPENSATIONSFONDS?“) beginnt somit erst am 1. Januar 2019.

Die Mitgliederversammlung im Mai dieses Jahres hat u. a. auch über die Verteilung der außerordentlichen YouTube-Einnahmen für den Zeitraum 1. April 2009 bis 31. Oktober 2016 (für Abrufe aus Deutschland) beschlossen, die nun zum 1. Dezember 2018 erfolgen kann.

Die Verteilung der Einnahmen, die die GEMA von YouTube für den Zeitraum 1. April 2009 bis 31. Oktober 2016 erhalten hat, erfolgt im Zuschlagsverfahren in den neu eingerichteten Sparten GOP und GOP VR (Streaming auf Gemischten Online-Plattformen). Als Zuschlagsbasis dient das modifizierte Jahresaufkommen der Berechtigten in den Jahren 2011 bis 2016 in nahezu allen Sparten, womit der großen auf YouTube genutzten Repertoirebreite Rechnung getragen wird. Die Berechtigten partizipieren somit über das Jahresaufkommen in den links oben genannten Sparten automatisch an den Einnahmen von YouTube. Grundsätzlich erübrigt es sich somit für die Berechtigten Einzelnachweise beizubringen. Bei den für 2009 – 2016 erlangten Geldern handelt es sich um Pauschalvergütungen. Der Beschluss der Mitgliederversammlung sieht vor, dass die Einnahmen nicht gleichmäßig auf alle Jahre verteilt werden, sondern ansteigend, entsprechend dem auch stetig angestiegenen Nutzungsvolumen auf YouTube in Deutschland. Demnach werden die Zuschlagsprozentsätze für  die frühen Jahre in der Ausschüttung geringer ausfallen als jene für die späteren Jahre. Die nach diesem Verfahren auf die Jahre 2009 und 2010 entfallenden Beträge fallen im Vergleich niedrig aus, so dass sie aus Gründen der wirtschaftlichen Verhältnismäßigkeit proportional auf die Jahre 2011 – 2016 umverteilt werden. In einem Begleitschreiben zum Kontoauszug im Dezember 2018 werden zudem pro Geschäftsjahr die genauen Zuschlagsprozentsätze in den Sparten GOP und GOP VR, sowie die Regeln für die Modifizierung des Aufkommens – wie bereits ausführlich im Rahmen des Antrags für die Mitgliederversammlung ausgeführt – mitgeteilt.

Für Rückfragen erreichen Sie uns über die
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verteilung-youtube@gema.de
und unter der Hotline 089-48003741
(Mo. – Do. 9 – 17 Uhr, Fr. 9 – 16 Uhr)

 

Fragen & Antworten
zur Verteilung der YouTube-Einnahmen 2009 – 2016

WAS IST DER SOGENANNTE KOMPENSATIONSFONDS?
Bei Werken, die in den Jahren 2009-2016 zwar nachweislich intensiv auf YouTube, aber nicht oder nur in sehr geringem Umfang in sonstigen Zusammenhängen genutzt wurden, kann das hier beschriebene Zuschlagsverfahren zu Härten führen, weil auf diese Werke kein oder nur ein geringer Zuschlag entfällt. Die Mitgliederversammlung hat daher für solche Fälle die Einrichtung eines Kompensationsfonds beschlossen. Die Berechtigten können binnen drei Monaten nach dem Ausschüttungstermin für die Zuschlagsverteilung am 1.12.2018 einen schriftlichen Antrag auf Kompensation stellen. Dem Antrag sind Nachweise beizufügen, die belegen, dass zwischen April 2009 und Oktober 2016 je Werk mehr als 500.000 Abrufe aus Deutschland über YouTube erfolgt sind. Die so belegten Abrufe werden mit einem Wert von 0,00015 EUR multipliziert. Eine Kompensation erfolgt, wenn der auf diese Weise errechnete Betrag mehr als das Doppelte dessen ergibt, was der Berechtigte im Rahmen der Zuschlagsverteilung erhalten hat. Der für den Berechtigten errechnete Anspruch auf Kompensationszahlung wird um den im Rahmen der Zuschlagsverteilung ausgeschütteten Betrag gekürzt.

WIE VERHÄLT ES SICH MIT ABRUFEN DES GEMA-REPERTOIRES AUF YOUTUBE IM AUSLAND?
Abrufe des GEMA-Repertoires auf YouTube im Zeitraum von 1. April 2009 bis 31. Oktober 2016 im Ausland liegen im Zuständigkeitsbereich der jeweils national zuständigen Schwestergesellschaften. Tantiemen für solche Abrufe waren und sind für GEMA-Mitglieder in den Sparten A (Ausland Aufführungsrechte) und A VR (Ausland Vervielfältigungsrechte) enthalten.

CARVE-OUT –WAS IST DAS EIGENTLICH?
Für eine regelkonforme Verteilung der YouTube-Einnahmen ist es erforderlich sog. Carve-Outs durchzuführen. Hintergrund ist, dass einige Verlage (u. a. für angloamerikanisches Repertoire), einige Schwestergesellschaften, aber auch bestimmte GEMA-Mitglieder der GEMA die Wahrnehmung der Online-Rechte u. a. auch für Nutzungen auf YouTube nicht eingeräumt bzw. entzogen haben. Deshalb wird es notwendig, das Aufkommen für dieses Repertoire aus der Zuschlagsbasis in den Nicht-Online- Sparten (vgl. links unten) herauszunehmen (= Carve-Out), um es nicht an der Zuschlagsverteilung für die Online- Einnahmen von YouTube partizipieren zu lassen.

WANN WERDEN DIE EINNAHMEN VON YOUTUBE AB NOVEMBER 2016 VERTEILT?
Die Einnahmen von YouTube, die die GEMA für Abrufe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ab dem 1.11.2016 erzielt hat, sowie Einnahmen für europaweite Abrufe ab dem 1.4.2018 werden ab 2019 in einem dualen Modell verteilt. Neben dem hier beschriebenen Zuschlagsverfahren werden dann auch Verteilungen nach Nutzungsmeldungen erfolgen (ähnlich den Verteilungen in den MOD-Sparten) für Abrufe, zu denen verwertbare Nutzungsmeldungen vorliegen. Wir werden hierzu in der kommenden virtuos-Ausgabe und unter www.gema.de ausführlich informieren.